Alles was Sie über Kreditkartenarten und Abbuchungszeiträume wissen müssen

Kreditkarten sind inzwischen so beliebt geworden, dass kaum noch jemand auf sie verzichten möchte. Allerdings wissen viele Menschen dennoch nicht so genau, mit welcher Art von Karte sie es eigentlich zu tun haben. Der folgende Artikel soll einen besseren Überblick über die einzelnen Kreditkarten sowie die Arten der Abbuchung ermöglichen.

Debitkarte, Revolving, Charge & Co.: Welche Kreditkarte habe ich und wie funktioniert die Abbuchung?

Prinzipiell unterscheidet man Kreditkarten in drei verschiedene Arten: Charge Karte, PrePaid Karte oder auch Debitkarte.

Die Charge Card

In Deutschland ist die Charge Card am weitesten verbreitet – die meisten Mastercards sind sogenannte Charge Cards. Hier erstellt der Herausgeber der Kreditkarte einmal pro Monat eine Rechnung und bucht den Betrag, für den man mit der Kreditkarte eingekauft hat, vom Konto ab. Durch diese zeitliche Verzögerung von bis zu vier Wochen erhält man sozusagen einen kostenfreien Kredit und kann schon Einkäufe tätigen, obwohl das Konto noch nicht genügend Geld aufweist. Das ist zwar praktisch, allerdings sollte man sich auch dessen bewusst sein, dass die im entsprechenden Monat verbrauchten Beträge spätestens vier Wochen später eingezogen werden – egal, ob das Konto gedeckt ist oder nicht.

Wie bei einer Debit Card ist es bei einer Charge Card im Normalfall nicht möglich, die Kreditsumme, die man der Bank am Ende des Monats schuldet, in Raten abzuzahlen: Sie wird auf einmal und vollständig eingezogen. Unter Umständen ist allerdings eine Vertragsänderung nötig. Häufig kann man schon beim Abschluss von einem Kreditkartenvertrag mit der jeweiligen Bank wählen, ob man eine Charge Card oder eine Kreditkarte bevorzugt.

Die Credit Card

Bei einer Credit Card Kreditkarte handelt es sich um die „echte“ Kreditkarte. Hier werden die einzelnen Umsätze über einen Monat lang angesammelt. Am Ende der Periode kann man dann auswählen, ob man die geschuldete Summe auf einmal oder in Raten zurückzahlen will. Credit Card Karten werden lediglich an Personen ohne Schufa-Einträge vergeben, die über ein regelmäßiges Einkommen verfügen.

Die Debit Card

Die Debitkarte ähnelt im Grunde der EC-Karte: Bei ihr wird der fällige Betrag sofort am Tag des Kaufs eingezogen und nicht erst einige Wochen später. Eine Debitkarte eignet sich daher für jeden, der seine Kontoaktivitäten im Blick behalten möchte.

 

Prepaid Kreditkarte

Bei der Prepaid Kreditkarte handelt es sich um keine „echte“ Kreditkarte. Sie kann nur dann genutzt werden, wenn man sie vorher mit Geld aufgeladen hat. Das Prepaid System funktioniert also ganz ähnlich wie bei einer Handykarte zum Aufladen. Als Schüler, Student oder auch als Person mit unregelmäßigem Einkommen hat man häufig nicht die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu beantragen. Hier ist die Prepaid Kreditkarte eine gute Lösung: Sie bietet einerseits einen guten Kostenüberblick, da lediglich ausgegeben werden kann, was man auch vorher einbezahlt hat. Gleichzeitig besteht nicht das Risiko, sich unbemerkt zu verschulden oder mehr auszugeben, als man eigentlich möchte.

Revolving Karte

Revolving Karten sind insbesondere in den USA sehr beliebt. Hier zahlt man als Inhaber monatlich nur einen Teil zurück. Der Rest sammelt sich als offene Schuld auf dem Revolving Konto und wird dann später auf einmal abgebucht. Das ist zwar verlockend, kann aber schnell teuer werden, denn Zinsen bis zu 20% für den offenen Betrag – pro Monat! – sind bei Revolving Karten keine Seltenheit.

Wichtig bei allen Kartenarten

Egal, ob Prepaid, Charge, Revolving oder Debitkarte – man sollte die Abrechnungen stets genau prüfen und originale Belege nicht sofort vernichten. In der Kreditkartenabrechnung sind sämtliche Abbuchungen und Gutschriften sowie alle angefallenen Gebühren, wie beispielsweise für den Einsatz im Ausland, enthalten. Auch Umrechnungskurse für Fremdwährungen sind hier enthalten.

Sollte man auf seiner Abrechnung irgendwelche Ungereimtheiten entdecken oder bemerken, dass Abbuchungen vorgenommen wurden, die nicht selbst getätigt wurden, so muss man sich unverzüglich an die Bank bzw. den Kartenherausgeber wenden. Besser ist es, direkt schriftlich gegen die Abbuchung Einspruch einzulegen. Die Frist beträgt allerdings lediglich vier bis sechs Wochen nach dem Eingang der letzten Abbuchung.

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