Volle Flexibilität - auch ohne Schufa-Auskunft

Wer eine klassische Kreditkarte beantragt, die einen echten Kreditrahmen gewährt, wird vom Anbieter hinsichtlich seiner Bonität überprüft. Der gängige Weg in Deutschland ist bei privaten Verbrauchern eine Schufa-Abfrage. Wenn die Schufa-Auskunft negativ ausfällt, wird der Kreditkartenantrag abgelehnt. Doch für diesen Fall gibt es mittlerweile Lösungen, die auch Menschen mit einer nicht ausreichenden Bonität die Beantragung einer Kreditkarte ohne Schufa ermöglichen.

Alle Kreditkarten ohne Schufa-Abfrage

  1. Postbank Visa Card Prepaid
  2. netbank Prepaid Kreditkarte
  3. N26 Flex Konto und Kreditkarte
  4. Targobank Prepaid-Karte
  5. Wirecard mycard2go
  6. PAYBACK Visa Kreditkarte auf Guthabenbasis

Die besten Kreditkarten ohne Schufa-Abfrage

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die besten Kreditkarten ohne Schufa-Abfrage. Mit einem Klick auf den jeweiligen „Mehr Details“-Button gelangen Sie zu einer detaillierten Kreditkartenbeschreibung mit weiteren Informationen.

Postbank Visa Card Prepaid

  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
29,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
2,5 % Bargeldabhebungen in Deutschland
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €
2,5 % Euro-Zone Euro Bargeldabhebungen im Ausland
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €

Fremdwährung innerhalb Europa
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €
Sollzinsen p.a.
0 %
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr für Inhaber eines Postbank Giro extra plus-Kontos
  • Inklusive Einkaufsversicherung
  • Keine Schufaprüfung
  • Viele Vergünstigungen bei Postbank-Partnern
  • Teure Bargeldabhebung im Inland
2,2
Testnote
Gut
10/2020

Wenn Sie eine Kreditkarte suchen, deren Ausstellung nicht von Ihrer Bonität oder eventuellen Schufa-Einträgen abhängt, ist die Postbank Visa Card Prepaid eine gute Alternative. Mit dieser vollwertigen Kreditkarte behalten Sie auch die Kontrolle über Ihre Ausgaben, da sie zuvor mit einem Betrag Ihrer Wahl aufgeladen werden muss und eine Kreditgewährung nicht möglich ist. Sie können also nicht mehr ausgeben als das, was Sie auf Ihre Karte geladen haben. Die Aufladung erfolgt ganz einfach mittels Überweisung oder Telefonbanking.

Da mit der Postbank Visa Card Prepaid keine Kreditgewährung verbunden ist, kann sie bereits ab dem Alter von 14 Jahren beantragt werden. Sie lässt sich somit auch ideal für Schüleraustauschprogramme oder Urlaubsreisen Ihrer noch minderjährigen Kinder nutzen. Die Auswahl des eigenen Wunschmotivs auf der Karte ist ein zusätzliches optisches Highlight.

Mit der Postbank Visa Card Prepaid haften Sie übrigens nicht für Schäden, die aufgrund von Verlust, Diebstahl oder Missbrauch im Internet entstanden sind, es sei denn, Sie handeln grob fahrlässig.

Eine Besonderheit der Karte stellt die damit verbundene Einkaufsversicherung dar. Alle Gegenstände, die Sie mit dieser Karte bezahlen, sind 30 Tage lang gegen Raub, Einbruchdiebstahl und Beschädigung durch Unfälle versichert – bis zu einem Warenwert von 1.000 Euro.

Die Kosten für die Postbank Visa Card Prepaid belaufen sich auf 29 Euro jährlich. Bei gleichzeitiger Eröffnung eines Postbank Giro plus oder Postbank Giro start-Kontos ist die Karte im ersten Jahr gebührenfrei. Sofern Sie bereits ein Postbank Giro extra plus-Konto unterhalten, ist die Karte kostenlos. Eine Zusatzkarte für Ihren Partner ist bereits für 15 Euro im Jahr erhältlich.

netbank Prepaid Kreditkarte

  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
19,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
3,50 € Bargeldabhebungen in Deutschland
3,50 €
Sollzinsen p.a.
0 %
  • Kostenlose Kartenaufladung
  • Bargeldabhebung weltweit
  • Günstige Jahresgebühr
  • Motiv wählbar (einmalige Gebühr von 2,50 €)
2,4
Testnote
Gut
10/2020

Die Prepaid Kreditkarte der netbank ist eine hervorragende Option für Kunden, die nicht die entsprechende Bonität für eine gewöhnliche Kreditkarte aufweisen oder für Jugendliche, die noch keine Kredite in Anspruch nehmen können. Diese Karte muss zuvor mit einem Guthaben aufgeladen werden. Es besteht daher nicht die Gefahr, ungewollte Überziehungen zu tätigen. Das Aufladen erfolgt ganz einfach mittels Banküberweisung. Es ist möglich, Beträge bis 10.000 Euro auf die Karte zu laden. Auch die maximale Höhe und Anzahl von Transaktionen kann individuell festgelegt werden. So besteht eine wirksame Kostenkontrolle.

Die Prepaid Kreditkarte ist an weltweit fast 40 Millionen Mastercard Akzeptanzstellen einsetzbar und ist daher als vollwertige Kreditkarte anzusehen. Einschränkungen gibt es aufgrund der fehlenden Hochprägung lediglich beim Bezahlen an Terminals, an denen die Karte nicht eingesteckt, sondern durchgezogen wird. Auch der kontaktlose Bezahlvorgang ist mit dieser Kreditkarte nicht möglich.

Die Kreditkarte der netbank wird in drei verschiedenen Motiven angeboten. Alternativ kann ein selbst gewähltes Motiv gegen eine Gebühr von 2,50 Euro gedruckt werden. Um optimale Sicherheit zu gewährleisten und potentiellen Missbrauch unmittelbar zu erkennen, erfolgt nach jeder Transaktion eine Benachrichtigung via SMS oder E-Mail. Zusätzlich kann für minderjährige Karteninhaber auch ein Jugendschutz aktiviert werden, der Bezahlvorgänge für Produkte oder Dienstleistungen, die als jugendgefährdend eingestuft werden, nicht erlaubt.

Die Jahresgebühr für die Prepaid Kreditkarte der netbank beträgt 19 Euro. Für Barverfügungen an Geldautomaten gilt auf der ganzen Welt eine pauschale Gebühr von 3,50 Euro – unabhängig vom abgehobenen Betrag. Bezahlvorgänge in Fremdwährungen schlagen mit 1,5 % der Kaufsumme zu Buche.

N26 Flex Konto und Kreditkarte

  • Die Legitimation dieser Kreditkarte erfolgt per VideoIdent.
  • Mit dieser Kreditkarte können Sie kontaktlos bezahlen.
  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
0,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
0 % Bargeldabhebungen in Deutschland
Gebührenfrei
3 bzw. 5 Abhebungen: Gebührenfrei
Danach: 2,- € / Auszahlung
0 % Euro-Zone Bargeldabhebungen in der Euro-Zone:
Gebührenfrei
Sollzinsen p.a.
8,9 %
  • Inklusive Girokonto
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Sehr gut im In- & Ausland
  • Bargeldabhebung weltweit
  • Keine Versicherung
  • Keine Zusatzleistungen
1,9
Testnote
Sehr gut
10/2020

Das N26 Flex Konto richtet sich an Kunden, die über keine ausreichende Bonität verfügen und deshalb bisher keine Chance hatten, bei der N26 Bank ein Konto zu eröffnen. Voraussetzung dafür war lange Zeit ein entsprechendes Schufa-Scoring. Für die Eröffnung eines Flex Kontos müssen lediglich zwei Voraussetzungen erfüllt werden. Neben der Volljährigkeit muss der Kunde einen Wohnsitz in Deutschland oder einem anderen Land haben, in dem N26 aktiv ist. Darüber hinaus ist der Besitz eines Smartphones zu empfehlen, da sich das Konto am einfachsten über die N26 App steuern und verwalten lässt.

Die Eröffnung des Flex Kontos läuft im Prinzip genauso ab wie bei allen anderen Kontomodellen von N26. Nachdem online alle notwendigen Daten übermittelt wurden, meldet sich ein Mitarbeiter von N26 per Videochat, um die Identifizierung vorzunehmen. Reicht die Bonität des Kunden nicht für ein Standardkonto aus, erfolgt eine Abstufung auf das Flex Modell.
Jedoch wird die Bonität des Kunden jährlich neu abgefragt. Bei einer Verbesserung wird das Kontomodell dementsprechend angepasst. Mit einem entsprechenden Antrag kann das Konto auch als Pfändungsschutzkonto geführt werden.

Im N26 Flex Konto ist neben einer Girocard auch eine Mastercard Prepaid Kreditkarte enthalten. Beide Karten werden nicht separat bepreist. Da das Konto selbst nur auf Guthabenbasis geführt werden kann, ist auch eine Überziehung mit der Kreditkarte nicht möglich. Der Kunde kann lediglich über das Guthaben verfügen, welches er zuvor auf die Karte geladen hat.

Die Kosten für das N26 Flex Konto belaufen sich auf 6 Euro im Monat. Für jede Barabhebung fällt zusätzlich eine Gebühr von 2 Euro an, Fremdwährungsgebühren betragen 1,7 % vom Umsatz.

Weitere Kreditkarten ohne Schufa-Auskunft

  • Die Legitimation dieser Kreditkarte erfolgt per VideoIdent.
  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
30,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
0 % Bargeldabhebungen in Deutschland
Gebührenfrei
Gebührenfrei % Euro-Zone Euro Bargeldabhebungen im Ausland
3,5 % mindestens 5,95 €
in Spanien gebührenfrei

Fremdwährung innerhalb Europa
3,5 % mindestens 5,95 €
zzgl. 1,85 % Fremdwährungsgebühr
Sollzinsen p.a.
n.v. %
  • Für Personen unter 18 Jahren 0,99 € im Monat
  • Motiv wählbar (einmalig 7,50 €)
  • Günstige Jahresgebühr
  • Nur mit Girokonto möglich
  • Teure Bargeldabhebung
3,1
Testnote
Befriedigend
10/2020

  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
10,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
4,95 € Bargeldabhebungen in Deutschland
4,95 €
Sollzinsen p.a.
0 %
  • Ohne Schufa-Abfrage auch bei schlechter Bonität
  • Virtuelle Kreditkarte einfach online beantragbar
  • Plastik-Kreditkarte im Handel erhältlich
  • Keine Fremdwährungsgebühren
  • Teure Bargeldabhebung
  • Kein Kredit erhältlich, nur auf Guthabenbasis
2,0
Testnote
Gut
10/2020

  • Mit dieser Kreditkarte können Sie kontaktlos bezahlen.
  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
0,00 €
29 € ab 2. Jahr
Bargeldbezug
0 % Bargeldabhebungen in Deutschland
Gebührenfrei, am Schalter 3 %, mindestens 5,- €
0 % Euro-Zone Bargeldabhebungen in der Euro-Zone:
Gebührenfrei, am Schalter 3 %, mindestens 5,- €
Sollzinsen p.a.
10,65 %
  • Gutes Bonussystem
  • Weltweit kostenlos Bargeld abheben
  • Ohne Schufa-Prüfung
  • Keine Versicherung
1,9
Testnote
Sehr gut
10/2020

Vorteile im Überblick

  • Auch für Nutzer mit geringer Bonität
  • Nutzung wie herkömmliche Kreditkarte
  • Keine Verschuldung möglich
  • Auch für Jugendliche ab 12 Jahren geeignet
  • Einfache und flexible Handhabung

Die Schufa-Auskunft und ihr Einfluss auf die Kreditkartenvergabe

Die Schufa – kurz für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung – ist die größte Wirtschaftsauskunft Deutschlands. Sie kooperiert mit über 9.000 Vertragspartnern, darunter Banken, Kreditinstitute, Telefonkonzerne und Sparkassen. Diese Partner geben der Schufa wichtige Daten weiter, beispielsweise zu aufgenommenen Krediten und geplatzten Schecks. Möchte eine Person einen Kredit oder eine Kreditkarte beantragen, fragt die herausgebende Bank diese Daten bei der Schufa ab, um daraus die Kreditwürdigkeit des potentiellen Kunden ableiten zu können. Dabei wird die Wahrscheinlichkeit berechnet, zu welcher der Kunde mögliche Kredite zurück zahlen können wird.

Die Schufa kennt dabei nur Bonitätsdaten, nicht etwa Daten über den Beruf, den Familienstand oder gar die Nationalität einer Person. Es gibt jedoch Kreditinstitute, die auch diese Daten beim Kunden erfragen. Gerade das monatliche Gehalt muss bei der Beantragung einer exklusiveren Kreditkarte oftmals angegeben werden. Je höher der Schufa-Score ist, umso besser für den Kunden: Wer eine gute Bonität nachweisen kann, hat in der Regel keine Probleme, eine Kreditkarte zu bekommen.

Warum kann eine Schufa-Auskunft negativ ausfallen?

Es kann jedoch auch anders kommen: Negative Schufa-Einträge führen zur Verweigerung einer Kreditkarte mit Kreditrahmen. Für dieses Szenario muss der Verbraucher keine Zahlungsrückstände haben. Es genügt, wenn er zu viele Kredite sowie Miete, Leasingraten und Handyverträge laufen hat. All diese Daten speichert die Schufa. Sie errechnet daraus einen Score, der bei übermäßiger finanzieller Belastung unter den Wert von 90 Punkten (bei 100 möglichen Punkten) sinkt. Dann werden keine weiteren Kredite mehr gewährt. Erst recht sinkt der Score bei angemahnten Zahlungsrückständen, der Abgabe der eidesstattlichen Versicherung oder gar der Insolvenz. Auch bei  Hartz IV Empfängern, Arbeitslosen oder Studenten fällt eine Bonitätsprüfung meist negativ aus, was es für diese Personen schwer macht, eine Kreditkarte zu beantragen.

Das liegt daran, dass die Bank bei einem Vertrag mit einer Person ohne gute Bonität ein hohes Risiko eingehen würde. Denn negative Schufa-Einträge deuten auf die Gefahr hin, dass ein Kunde einen Kredit eventuell nicht zurückzahlen können wird. Daher ist die Auskunft über das Zahlungsverhalten eines Kunden für das Kreditinstitut enorm wichtig.

Die Lösung: Kreditkarten ohne Schufa

Ein schlechter Schufa-Eintrag bedeutet aber nicht das Aus für die finanzielle Flexibilität: Auch für Kunden, die über negative Schufa-Einträge verfügen, gibt es die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu beantragen. Eine der Optionen ist die Prepaid-Kreditkarte. Sie gewährt dem Kunden allerdings keinen echten Kredit, sondern muss vor der Nutzung mit einem Guthaben aufgeladen werden. Jedermann kann sie bestellen, auch insolvente Personen und – bei manchen Anbietern – sogar Jugendliche ab dem 12. Lebensjahr.

Eine Kreditkarte ohne Schufa ist also für alle Verbraucher sinnvoll, deren Bonität auf irgendeine Weise angekratzt ist. Karteninhaber haben dadurch außerdem die volle Kontrolle über ihre Ausgaben und können sich nicht verschulden, was auch für junge Kunden sinnvoll ist, die den Umgang mit einer Kreditkarte erst erlernen müssen.

So funktioniert die Prepaid Karte

Die Prepaid-Kreditkarte ist an ein Konto gekoppelt, das der Nutzer je nach Bedarf aufladen kann. Dabei ist die Handhabung unkompliziert und ermöglicht das Überweisen von Geld in beide Richtungen: vom Referenzkonto (dem Girokonto des Nutzers) auf das Kreditkartenkonto und umgekehrt. Das Kreditkartenkonto ist mit einem Zugangscode und einem Passwort geschützt.

Die einfache Nutzung bringt zwei große Vorteile mit sich: Zum einen kann der Nutzer seinen Kontostand wann immer er möchte online kontrollieren. Zum anderen kann er das Geld von der Prepaid-Kreditkarte jederzeit zurück auf sein Referenzkonto transferieren – und zwar auch ohne die Kreditkarte. Sollte die Kreditkarte also verloren gehen oder gestohlen werden, kann ihr Inhaber das Guthaben innerhalb kürzester Zeit sichern. Sollte bei einem Diebstahl nicht schnell genug reagiert werden, besteht trotzdem eine höhere Sicherheit gegenüber „echter“ Kreditkarten. Es kann nämlich höchstens der Betrag entwendet werden, der sich auf dem Kartenkonto befindet.

Weil die Karte so sicher und nur nach Aufladung verwendbar ist, wird sie auch an Jugendliche ausgegeben. Sie bietet also nicht nur Personen mit schlechter Bonität die Möglichkeit, eine Kreditkarte zu nutzen, sondern auch jüngeren Kunden oder beispielsweise Studenten. Die grundlegenden Funktionen und damit auch Vorteile einer gewöhnlichen Kreditkarte sind bei der Prepaid Karte ebenfalls gegeben: Inhaber können damit bargeldlos bezahlen sowie Bargeld beziehen – im In- und Ausland. Wichtig zu beachten ist dabei nur, dass die Karte nur so lange eingesetzt werden kann, wie das Guthaben auf dem Kartenkonto ausreicht. Es kann nicht überzogen werden – vor spontanen Einkäufen sollte also immer sichergestellt werden, ob ausreichend Geld zur Verfügung steht.

Keine Schufa – kein Kredit

Was bei der Prepaid Karte jedoch nicht gewährleistet wird, ist ein Kredit. Es handelt sich in dem Sinne nicht um eine echte Kreditkarte, da dem Kunden kein Kredit gegeben wird. Die Charge- und Credit Card bieten dem Kunden einen Kredit, der ihm in der Regel für einen Monat, in manchen Fällen sogar länger, gewährt wird. Wer mit einer Prepaid Karte bezahlt, erhält keinen Kredit: Der fällige Betrag wird ohne Verzögerung direkt vom Kartenkonto abgezogen. Der Vorteil, der damit einhergeht, sind die wegfallenden Zinsen, die bei Kreditkarten dann anfallen, wenn der am Monatsende fällige Betrag nicht gleich vollständig beglichen werden kann. Der Kunde hat mit einer Prepaid Karte also kein Verschuldungsrisiko.

Im Gegenzug erhält man mit einer Prepaid Karte jedoch nicht die finanzielle Freiheit, die eine revolvierende Kreditkarte dem Kunden bietet. Außerdem können Kunden mit einer Prepaid Karte Probleme bei der Buchung eines Mietwagens oder Hotelzimmers bekommen. Hier muss eine Kreditkarte oft zur Sicherheit seitens des Anbieters hinterlegt werden. In der Regel wird darauf dann ein bestimmter Betrag blockiert, der erst wieder freigeschaltet wird, wenn der Mietwagen oder der Zimmerschlüssel wieder zurückgegeben wurden. Hierfür ist jedoch eine Kreditkarte mit Verfügungsrahmen die Voraussetzung. Kunden sollten sich deshalb im Vorhinein beim Anbieter informieren, ob auch eine Prepaid Karte für die Buchung akzeptiert wird.

Die Kosten für eine Prepaid-Karte sind teilweise höher als bei anderen Kreditkarten. Das bezieht sich vor allem auf die Jahresgebühr, die hier meist etwas höher ausfällt. Kunden sollten also dringend das Angebot verschiedener Kartenherausgeber vergleichen. Es gibt nämlich durchaus Prepaid Karten zu sehr guten Konditionen.

Die Debit Card als Alternative zur Prepaid Karte

Die Prepaid Kreditkarte ist nicht die einzige, die ohne Schufa-Prüfung erhältlich ist. Auch die Debit Card kann ohne Bonitätsüberprüfung beantragt werden und steht somit allen Kunden zur Verfügung. Und selbst dann, wenn eine Prüfung stattfindet, wird die Bonität des Kunden nicht so streng gewertet. Deshalb lohnt es sich auch für Personen, denen eine Kreditkarte mit Kreditrahmen verwehrt wurde, eine Debit Card zu beantragen. Wer ein Girokonto eröffnet, erhält ohnehin eine zugehörige Geldkarte, wobei es sich ebenfalls um eine Debit Card handelt.

Ähnlich wie bei der Prepaid Card kann auch mit der Debit Card nur das Geld ausgegeben werden, das auf dem zugehörigen Girokonto vorhanden ist. Es sei denn, die Bank erlaubt dem Kunden einen Dispo-Kredit – hierbei fallen dann sehr schnell hohe Kosten an. Es ist demnach ratsam, nach Möglichkeit auf einen solchen Kredit zu verzichten. Wird mit der Karte gezahlt, streckt die Bank auch in diesem Falle kein Geld vor, sondern es wird direkt vom Konto abgezogen. Das heißt, dass auch bei der Debit Card kein tatsächlicher Kredit gewährt wird.

Das Basiskonto mit Kreditkarte – für wen lohnt es sich?

Seit dem Sommer 2016 sind Banken verpflichtet, jedem Kunden, der legal in Deutschland lebt, ein Konto – das sogenannte Basiskonto – anzubieten. Auch, wenn hier eine Schufa-Prüfung negativ ausfällt, darf dem Verbraucher das Konto nicht verwehrt werden. Dadurch sind die grundlegenden Zahlungsfunktionen wie Geldabheben und -überweisen jedem möglich und bleiben niemandem vorenthalten. Zwar wird zu einem Basiskonto nicht zwangsläufig eine Karte herausgegeben, in vielen Fällen ist jedoch eine Debit Card im Paket enthalten. Da ein Basiskonto dem Kunden nur eingeschränkte Funktionen bietet, eignet es sich vor allem für diejenigen, denen die Eröffnung eines normalen Girokontos verwehrt wird.

Kreditkarte ohne Schufa: Für viele eine gute Alternative

Kreditkarten ohne Schufa-Auskunft sind eine gute Lösung für alle Verbraucher, die keine ausreichende Bonität nachweisen können. Zwar wird Inhabern einer Kreditkarte ohne Schufa kein Kredit vergeben. Bei der Prepaid Karte können nach Aufladung jedoch die gleichen Handlungen wie mit einer herkömmlichen Kreditkarte ausgeführt werden. Durch die sichere Nutzung und dem Schutz vor Verschuldung gibt es auch einige Anbieter, bei denen bereits Jugendliche ab 12 Jahren eine Kreditkarte ohne Schufa-Auskunft ausstellen.

Wichtig ist auch vor der Beantragung einer Kreditkarte ohne Schufa, dass die Angebote genau überprüft werden. Es gibt Prepaid- und Debitkarten zu verschiedenen Konditionen, wobei immer auf den eigenen Gebrauch und persönliche Gewohnheiten Rücksicht genommen werden sollte. Ein kostenloser Kreditkartenvergleich ist daher sinnvoll und hilft dabei, die passende Karte für Jedermann zu finden!

26.07.2018 | Update: 30.09.2020
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