Kapitaldienst

Der Kapitaldienst bezeichnet alle Ausgaben eines Kreditnehmers, die er für seinen Kredit aufbringen muss. Diese Ausgaben belasten die Liquidität des Kreditnehmers und reduzieren seinen erwirtschafteten Gewinn. Der Kapitaldienst ist von den Kreditinstituten vor der Geährung eines Kredites zu prüfen. Wenn der Kapitaldienst die Kapitaldienstgrenze übersteigt, muss Vermögen abgebaut oder die Differenz durch weiteres Eigenkapital oder Fremdkapital ausgeglichen werden. Ist das nicht möglich, droht die Zahlungsunfähigkeit (Insolvenz) des Kreditnehmers. Der Kapitaldienst besteht aus den Zinsen und der Tilgung des Kredites.

Zinsen

Zu den Zinsaufwendungen und Zinsnebenkosten gehören:
  • die Gebühren für die Kreditvermittlung
  • das Disagio
  • Bankgebühren, die mit dem Kredit in Zusammenhang stehen
  • Emissionskosten für Schuldverschreibungen und Leasinggebühren.

Tilgung

Die Tildung besteht aus allen Rückzahlungsmöglichkeiten des Kredits wie:
  • Annuitäten
  • Ratentilgung
  • Tilgung am Tag der Fälligkeit und
  • Tilgungssurrogate.

Tilgungssurrogate

Zu den Tilgungssurrogaten zählt man:
  • Ansparleistungen von Kapitallebensversicherungen
  • bereits geleistete Beiträge für Rentenversicherungen und
  • Bausparverträge.