Unterjährige Zinsberechnung

Innerhalb der Zinsberechnung unterscheidet man zwischen der Jährlichen Zinsberechnung, der unterjährigen Zinsberechnung und der stetigen Zinsberechnung. Bei einer Geldanlage, die unterjährig verzinst wird, erhält der Anleger mehrmals jährlich eine Zinsgutschrift auf sein Konto. Das kann zweimal jährlich, einmal im Quartal, einmal im Monat oder sogar tageweise geschehen.

Unterschiede in der Zinsberechnung

Die unterjährige Zinsberechnung unterscheidet sich von der jährlichen Zinsberechnung dadurch, dass
  • die Anzahl der Zinsperioden im Jahr angegeben werden müssen
  • der Zinssatz auf die Zinsperiode umgerechnet werden muss und
  • die Laufzeit in Anzahl Zinsperioden bemessen wird.
Wenn die pro Zeitperiode gutgeschriebenen Zinsen weiter verzinst werden, ergibt sich somit - auf das Kalenderjahr gerechnet - bei der unterjährigen Zinsberechnung eine höhere Verzinsung als bei einer einmaligen jährlichen Zinsgutschrift.

Guthaben- und Kreditzinsen

Teilweise werden Spar- und Tagesgeldkonten mit einer unterjährigen Zinsberechnung angeboten. Die Zinsen fließen dann vierteljährlich oder sogar monatlich in die Zinseszinsberechnung mit ein. Sollzinsen für Kredite oder eine Kontoüberziehung berechnen die Kreditinstitute dagegen in der Regel monatlich.