Konkurrenz zu Apple Pay? Die neue virtuelle Kreditkarte von JPMorgan

Die US-amerikanische Investmentbank JPMorgan Chase entwickelt derzeit eine virtuelle Kreditkarte, die sich in erster Linie an Geschäftskunden richten soll. Damit geht die Bank einen wichtigen Schritt in eine digitalere Zukunft.

Die virtuelle Kreditkarte von JPMorgan Chase kommt schon bald auf den Markt

Das Team von JPMorgan Chase ist für die Entwicklung von Business-Kreditkarten verantwortlich. Das neueste Produkt soll eine rein digitale Version einer normalen Kreditkarte sein. Die Bank hat sich für dieses Projekt einen Partner ins Boot geholt, der bereits über viel Erfahrung mit virtuellen Kreditkarten verfügt: Das Sartup Margeta hat schon für Unternehmen wie Instacart und DoorDash entsprechende Technologien entwickelt, so der Nachrichtensender CNBC. Sogar der Wirecard-Konkurrent Square arbeitet eng mit Margeta zusammen.

Die Besonderheit der virtuellen Business-Kreditkarte von JPMorgan Chase soll vor allem die sofortige Nutzbarkeit in virtuellen Geldbörsen wie Apple Pay oder Google Pay darstellen. Dem US-amerikanischen Nachrichtensender CNBC teilte das Unternehmen mit, man arbeite daran, virtuelle Kreditkarten so schnell wie möglich in die Hände von Geschäftsleuten zu geben, welche auf diese angewiesen sind. Der Launch ist nach aktuellem Stand für das erste Quartal 2021 angesetzt.

Kontaktloses Zahlen dank Corona weltweit immer beliebter

Die Nachfrage nach kontaktlosen Bezahlmöglichkeiten ist insbesondere im Zuge der Corona-Pandemie deutlich angestiegen. Laut JPMorgan Chase ist schon länger bekannt, dass der Bedarf für ein solches Produkt schon länger vorhanden ist, dank COVID-19 aber noch einmal einen regelrechten Nachfrageboom entbrannt hat. Da eine Vielzahl an Personen im Homeoffice arbeite, sei der Zugang zu Büros, in die Business-Kreditkarten normalerweise versandt würden, komplizierter geworden. Daher musste man in absehbarer Zeit eine digitale Alternative entwickeln.

Die virtuelle Kreditkarte von JPMorgan Chase – eine Konkurrenz für Apple Pay?

Mit Apple Pay hat der Technikriese im vergangenen Jahr den Schritt in die Welt digitaler Bezahlmöglichkeiten gewagt. Der Unterschied zum Angebot von JPMorgan Chase ist jedoch, dass sich die virtuelle Kreditkarte der Bank primär an Businesskunden richtet. Ob es in Zukunft auch ein Pendant für Privatnutzer geben wird, ist noch offen. Die im Jahr 2019 auf den Markt gebrachte Apple Card richtet sich dagegen an Privatkunden – hier hat das Unternehmen mit der US-Bank Goldman Sachs zusammengearbeitet und sich primär auf junge Menschen als wichtigste Zielgruppe konzentriert. Grund dafür war, dass mehr und mehr Smartphone-Nutzer ihr Handy zum mobilen Bezahlen verwenden sollten. Neukunden erhalten zwar auch eine Karte in physischer Form, allerdings ist im iPhone eine virtuelle Karte automatisch mit abgelegt. So lässt sich an der Kasse im Supermarkt oder im Restaurant ganz einfach mit dem Handy bezahlen, sofern die entsprechende Akzeptanz gegeben ist.

Obgleich sich auch die Apple Card aktuell vor allem an Privatpersonen richtet, könnte die neue virtuelle Kreditkarte von JPMorgan Chase durchaus zu einer ernstzunehmenden Konkurrenz auf dem digitalen Markt werden. Es bleibt also spannend abzuwarten, wie sich die Angebote in den kommenden Jahren noch entwickeln werden. Fest steht allerdings schon jetzt, dass virtuelle Kreditkarten mehr und mehr an Bedeutung gewinnen und somit auch die Anbieter immer vielfältiger werden.

bonus bonus shield shield emailout emailout search search bank bank logo-b logo-b emittenten emittenten logo-b logo-b logo-small logo-small status status transparent-symbol transparent-symbol check-green check-green minus minus medical medical car car video video travel travel plane plane mobile mobile contactless contactless no no yes yes facebook facebook twitter twitter linkedin linkedin xing xing mail mail print print