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Transparenz

Kreditkarte für Selbstständige

Selbstständige stehen bei der Wahl der passenden Kreditkarte vor besonderen Anforderungen. Es geht nicht nur um Zahlungen, sondern auch um Liquidität, Übersicht und die klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Ausgaben. Die am Markt verfügbaren Kreditkartenlösungen für Selbstständige unterscheiden sich deutlich in Struktur, Kosten und Funktionen. Entscheidend ist, welche Lösung zu Ihrem Geschäftsalltag und Ihren finanziellen Abläufen passt.
Geschrieben von
Janine El-Saghir
Bearbeitet von
Sabine Zimmermann
Kreditkarte für Selbstständige – Essentials
  • Trennung von Ausgaben: Eine separate Kreditkarte für geschäftliche Zahlungen sorgt für mehr Übersicht und erleichtert Buchhaltung sowie Steuererklärung
  • Geschäftskonto: Viele Business-Kreditkarten sind an ein Geschäftskonto gebunden; Ausnahmen bestehen beispielsweise bei American Express oder Miles & More
  • Kartentypen und Kreditrahmen: Klassische Banken bieten meist echte Kreditkarten als Charge Cards mit monatlicher Abrechnung und Kreditrahmen, während FinTechs und Neobanken überwiegend Debitkarten ohne Kreditlinie ausgeben, bei denen Umsätze direkt vom Konto abgebucht werden
  • Einsatzbereiche: Business-Kreditkarten eignen sich für laufende Ausgaben, Online-Zahlungen, Geschäftsreisen sowie Dienstleistungs- und Software-Abos
  • Auswahlkriterien: Gebühren, Kreditrahmen sowie Zusatzleistungen wie Cashback, Bonusprogramme und Vorteile beim Auslandseinsatz sind entscheidend

Meine Einschätzung

Aus meiner Sicht liegt die Herausforderung bei Kreditkarten für Selbstständige weniger in der Auswahl als in der richtigen Einordnung. Viele Karten werden als „Business-Kreditkarte“ vermarktet, unterscheiden sich jedoch grundlegend – insbesondere beim Kreditrahmen, bei der Abrechnung und bei der Anbindung an ein Geschäftskonto. In der Praxis sehe ich häufig, dass Selbstständige zu früh zu einfachen Debitlösungen greifen oder umgekehrt Funktionen bezahlen, die sie nicht benötigen. Entscheidend ist daher weniger das einzelne Produkt als die Frage, wie gut die Karte zum eigenen Geschäftsalltag, zum Cashflow und zur Struktur der Ausgaben passt.

Warum Kreditkarten für Selbstständige sinnvoll sind

Eine Kreditkarte für Selbstständige ist eine Zahlungskarte, die gezielt für geschäftliche Ausgaben verwendet wird. In ihrer Funktionsweise unterscheidet sie sich nicht von einer privaten Kreditkarte – der Unterschied liegt im Einsatzkontext und in der Einbindung in betriebliche Abläufe.

Der Nutzungskontext reicht von Freelancern und Einzelunternehmern bis hin zu Kapitalgesellschaften wie UG oder GmbH. Während kleinere Selbstständige häufig mit einfachen Lösungen arbeiten, steigen mit der Unternehmensgröße die Anforderungen an Funktionen wie Ausgabenkontrolle, Kartenlimits oder die Verwaltung mehrerer Karten für Teams.

Eine eigene Kreditkarte für geschäftliche Zwecke ist in der Praxis vor allem aus organisatorischen Gründen sinnvoll. Sie erleichtert die Zuordnung von Ausgaben, reduziert Fehler in der Buchhaltung und schafft mehr Übersicht im laufenden Geschäftsbetrieb. Auch im Hinblick auf steuerliche Anforderungen sorgt die separate Nutzung für zusätzliche Klarheit und vereinfacht die Dokumentation.

Unsere Kartenempfehlungen für Selbstständige

Commerzbank Business Classic
Jahresgebühr
34,90 €
Bargeld
1,95 %
eff. Sollzins
12,2 %
Reisekostenmanagement: Abrechnung pro Mitarbeiter
Optionaler Versicherungsschutz
Gebühren für Bargeldabhebungen
Commerzbank Business Premium
Jahresgebühr
79,90 €
Bargeld
1,95 %
eff. Sollzins
10,2 %
0,55 % Cashback auf alle Umsätze
Versicherungsschutz im In- und Ausland
Gebühren für Bargeldabhebungen
Commerzbank Business Premium Debit
Jahresgebühr
70,80 €
Bargeld
1,95 %
Versicherungsschutz im In- und Ausland
0,55 % Cashback auf alle Umsätze
Gebühren bei Bargeldabhebungen
Postbank Mastercard Business Classic
Jahresgebühr
30 €
Bargeld
2 %
Kostenlose Zahlungen im Euro-Raum
Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten
Hohe Gebühren für Bargeldabhebungen
Gebühren für Zahlungen im Ausland
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Geschäftskonto
Keine Versicherungsleistungen
Postbank Mastercard Business Gold
Jahresgebühr
80 €
Bargeld
2 %
Kostenlose Zahlungen im Euro-Raum
Flexible Rückzahlungsmöglichkeiten
Versicherungspaket
Hohe Gebühren für Bargeldabhebungen
Gebühren für Zahlungen im Ausland
Nur in Verbindung mit einem kostenpflichtigem Geschäftskonto
Keine Zusatzleistungen
Miles & More Blue Business
Jahresgebühr
66 €
Bargeld
2 %
eff. Sollzins
8,56 %
Meilenprogramm
Großes Bonusprogramm
Willkommensbonus
1.000 Meilen Willkommensbonus, 10 % Nachlass im Worldshop
Gebührenpflichtige Bargeldabhebung
Fehlende Versicherungen
Miles & More Gold Business
Jahresgebühr
138 €
Bargeld
2 %
eff. Sollzins
8,56 %
Meilenprogramm
Großes Bonusprogramm
Viele Versicherungen
4.000 Prämienmeilen Willkommensbonus, 10 % Nachlass im Worldshop
Hohe Jahresgebühr
Gebührenpflichtige Bargeldabhebung (im Ausland ab der 2. Abhebung)
American Express Business Card
Jahresgebühr
0 €
70 € ab 2. Jahr
Bargeld
4 %
im 1. Jahr ohne Grundgebühr
Bis zu neun Zusatzkarten
Viele Versicherungen
Kostenpflichtige Bargeldabhebung
Fremdwährungsgebühr
American Express Business Gold
Jahresgebühr
0 €
175 € ab 2. Jahr
Bargeld
4 %
150 € Startguthaben
im 1. Jahr ohne Grundgebühr
Kostenlos: bis zu 99 Zusatzkarten
Viele Reiseversicherungen inkludiert
Rabatt auf Priority Pass Standard Mitgliedschaft
Kostenpflichtige Bargeldabhebung
American Express Business Platinum Card
Jahresgebühr
850 €
Bargeld
4 %
200 € Startguthaben + 15.000 Membership Rewards Punkte
über 1.000 € jährliches Reise-, Coworkig- & Technologieguthaben
2 x Priority Pass Prestige Mitgliedschaften
Viele Reiseversicherungen inkludiert
Flexible Rückzahlungsoptionen
Hohe Gebühren für Bargeldabhebungen
Fremdwährungsgebühr
Qonto One Card
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
0 €
Zahlungen von bis zu 20.000 € pro Monat möglich
Buchhaltungsintegration
Nur in Kombination mit einem kostenpflichtigem Geschäftskonto erhältlich ( ab 9 € pro Monat)
Gebühren für Bargeldabhebungen
Revolut Business
Jahresgebühr
0 €
Bargeld
0 €
Hanseatic Bank GoldCard
Jahresgebühr
58,80 €
Bargeld
0 €
eff. Sollzins
25,49 %
Geringe Jahresgebühr
Keine Fremdwährungsgebühr
Weltweit kostenlos Bargeld abheben
Umfassendes Versicherungspaket
Zum Start bis zu 5.000 € Kreditkarten Limit
Mindestabhebesumme von 50 €
Hohe Sollzinsen bei Teilrückzahlung
easybank Platinum Double
Jahresgebühr
99 €
Bargeld
0 €
eff. Sollzins
20,91 %
Weltweit kostenlos Bargeld abheben
Umfangreiche Versicherungen
Keine Fremdwährungsgebühren
Flexible Rückzahlungsoptionen
Hohe Sollzinsen bei Teilrückzahlung
Kein Bonusprogramm

Geschäftskonto und Kreditkarte – was ist Pflicht?

Als Selbstständiger sollten Sie zunächst klären, ob für Sie eine gesetzliche Pflicht zur Nutzung eines Geschäftskontos besteht. Für Freiberufler und gewerbliche Solo-Selbstständige ohne Handelsregistereintrag ist ein separates Geschäftskonto nicht vorgeschrieben. Kapitalgesellschaften wie GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) müssen dagegen ein Geschäftskonto führen.

Unabhängig davon ist die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen in der Praxis zentral. Sie sorgt für mehr Übersicht, erleichtert die Buchhaltung und reduziert den Aufwand bei steuerlichen Fragen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Nutzung einer separaten Firmenkreditkarte eine wichtige Rolle.

Viele Banken geben Business-Kreditkarten ausschließlich in Verbindung mit einem Geschäftskonto aus. Daneben gibt es jedoch Anbieter, die entsprechende Karten unabhängig von einem bestimmten Geschäftskonto anbieten. Dazu zählen unter anderem die American Express sowie die Miles & More Business-Kreditkarten.

Für Selbstständige und Freiberufler kann auch die Nutzung einer privaten Kreditkarte für geschäftliche Zahlungen eine praktikable Option sein. Ich empfehle jedoch, diese Karte ausschließlich für betriebliche Ausgaben einzusetzen. Nur so lassen sich Umsätze klar zuordnen und ohne zusätzlichen Aufwand in die Buchhaltung und die Steuerunterlagen übernehmen.

Kartentypen für Selbstständige im Überblick

Kreditkarten für Selbstständige unterscheiden sich vor allem darin, ob sie einen echten Kreditrahmen bieten oder ob Umsätze direkt vom Konto abgebucht werden.

Diese Unterscheidung wirkt sich direkt auf die Anbieterwahl aus: Wer eine Kreditkarte mit Überziehungsrahmen benötigt, ist weitgehend auf klassische Banken angewiesen, während viele FinTechs und Neobanken lediglich Debitkarten anbieten. Zudem ist der Zugang zu einem Kreditrahmen bonitätsabhängig.

Business-Kreditkarten mit Überziehungsrahmen

So gut wie alle Filialbanken und einige klassische Direktbanken bieten Selbstständigen in Verbindung mit einem Geschäftskonto Business-Kreditkarten mit Überziehungsrahmen an. Entsprechende Karten sind daneben auch unabhängig von einem bestimmten Geschäftskonto – beispielsweise von American Express oder Miles & More – erhältlich.

In der Regel handelt es sich dabei um Charge Cards (Visa oder Mastercard). Diese Karten bündeln alle Umsätze und rechnen sie einmal im Monat gesammelt ab. Solange der Betrag vollständig ausgeglichen ist, fallen keine Zinsen an. Teilweise gelten für die Rückzahlung verlängerte Zahlungsziele, die zusätzlichen Spielraum bei der Liquiditätsplanung schaffen.

Revolving-Kreditkarten spielen im geschäftlichen Umfeld dagegen eine untergeordnete Rolle. Sie ermöglichen eine Teilzahlung der Umsätze, verursachen jedoch in der Regel hohe Zinsen.

Business-Debitkarten

FinTechs und Neobanken setzen dagegen überwiegend auf Business-Debitkarten (Visa oder Mastercard). Bei Filialbanken sind diese Karten ebenfalls verfügbar – hier ergänzen sie optional die Standardausstattung von Geschäftskonten mit Girocards und Kreditkarten mit Überziehungsrahmen.

Debitkarten sind weltweit einsetzbar und bieten – mit Ausnahme eines Kreditrahmens – alle wesentlichen Funktionen einer klassischen Kreditkarte. Je nach Anbieter können sie zudem mit Zusatzleistungen wie Cashback oder Versicherungen ausgestattet sein. Sie sind stets an ein Geschäftskonto des jeweiligen Anbieters gebunden.

Warum echte Kreditkarten bei FinTechs selten sind

Echte Kreditkarten mit Kreditrahmen sind im FinTech-Bereich bislang die Ausnahme. Der Grund liegt vor allem im höheren Risiko und in den regulatorischen Anforderungen, die mit der Vergabe von Kreditlinien verbunden sind. Viele Anbieter konzentrieren sich daher auf Debitlösungen, da diese kein Kreditrisiko mit sich bringen und ohne aufwendige Bonitätsprüfungen auskommen.

Kosten von Kreditkarten für Selbstständige

  • Jahresgebühr: von 0 € bis zu mehreren 100 €, abhängig vom Leistungsumfang
  • Bargeldabhebungen: je nach Karte kostenlos oder mit Gebühren verbunden
  • Fremdwährungsgebühren: meist 1–2 % bei Zahlungen außerhalb der Euro-Zone; bei einzelnen Karten sind auch höhere Aufschläge möglich
  • Zinsen: relevant vor allem bei Revolving-Kreditkarten sowie bei nicht fristgerechter Rückzahlung offener Beträge
  • Zusatzkosten: etwa für Ersatzkarten, zusätzliche Karten für Mitarbeiter oder einzelne Serviceleistungen des Anbieters

Wichtige Einsatzbereiche und Leistungen von Kreditkarten für Selbstständige

Für Selbstständige kommt es bei der Wahl der Kreditkarte vor allem darauf an, wie gut sie typische Zahlungssituationen im Geschäftsalltag abdeckt. Neben dem Kreditrahmen spielen insbesondere Kosten, Nutzungsbedingungen und Zusatzfunktionen eine Rolle.

Bargeldabhebungen

Die Konditionen für Bargeldabhebungen unterscheiden sich je nach Anbieter deutlich. Während einige Karten kostenlose Abhebungen ermöglichen, fallen bei anderen Gebühren an, die teilweise erheblich sein können. Gerade bei regelmäßigen Abhebungen sollten Sie die Kostenstruktur genau prüfen.

Zahlungen im Ausland

Bei Einsätzen außerhalb der Euro-Zone können zusätzliche Gebühren anfallen. Dazu zählen Fremdwährungsentgelte sowie Kosten für Bargeldabhebungen im Ausland. Die konkreten Gebühren und Bedingungen variieren je nach Anbieter – auch im Vergleich zu Abhebungen im Inland, die teilweise sogar teurer ausfallen können.

Gerade bei Karten mit höherer Jahresgebühr lohnt sich ein genauer Blick auf das Gesamtpaket: In einigen Fällen werden diese Kosten durch Zusatzleistungen wie Versicherungen oder Bonusprogramme ausgeglichen.

Mitarbeiterkarten

Einige Anbieter stellen zusätzliche Karten für Mitarbeiter oder Geschäftspartner zur Verfügung. Damit lassen sich Ausgaben mehreren Personen zuordnen, ohne die Übersicht zu verlieren. Für Selbstständige mit wachsender Struktur kann das ein praktischer Vorteil sein.

Virtuelle Karten

Virtuelle Karten ermöglichen es, separate Karten für einzelne Ausgaben oder Projekte zu erstellen. Das erleichtert die Zuordnung von Zahlungen und kann helfen, Budgets klar zu strukturieren. Diese Funktion findet sich jedoch ausschließlich bei den Debitkarten von FinTechs und Neobanken.

Zusatzleistungen

Viele Kreditkarten bieten zusätzliche Leistungen, die über die reine Zahlungsfunktion hinausgehen. Dazu zählen etwa Reiseversicherungen, Bonusprogramme, Cashback oder Rabatte bei Partnerunternehmen. Der Umfang dieser Leistungen hängt stark vom Kartentyp und der Jahresgebühr ab. Gerade bei kostenpflichtigen Karten lohnt sich ein genauer Blick darauf, ob die enthaltenen Zusatzleistungen zum eigenen Nutzungsverhalten passen.

Vorteile und Nachteile von Kreditkarten für Selbstständige

Vorteile
  • Klare Trennung von geschäftlichen und privaten Kartentransaktionen
  • Bessere Ausgabenkontrolle
  • Liquiditätsvorteile bei echten Kreditkarten
  • Je nach Anbieter Mitarbeiterkarten und Zusatzfunktionen

Nachteile
  • Bei Karten mit Überziehungsrahmen in der Regel Jahresgebühren
  • Bei vielen Kreditkarten und allen Debitkarten Bindung an ein Geschäftskonto beim gleichen Anbieter
  • Teilweise hohe Gebühren für Bargeldabhebungen

Die besten Kreditkarten für Selbstständige

Für Selbstständige gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Kreditkartenlösungen, die sich je nach Anbieter und Einsatzbereich deutlich unterscheiden. Die folgende Auswahl zeigt typische und bewährte Kartenmodelle – von klassischen Business-Kreditkarten über Debitkarten bis hin zu flexibel nutzbaren Kreditkarten für private Kunden, die Freiberufler und Selbstständige auch für geschäftliche Ausgaben einsetzen können.

Business-Kreditkarten mit Überziehungsrahmen

  • Commerzbank Business-Kreditkarten
    Klassische Charge Cards mit monatlicher Abrechnung und Kreditrahmen. Je nach Modell unterschiedliche Leistungsumfänge und Zusatzleistungen, insbesondere in den Bereichen Reisen und Versicherungen.
  • Postbank Business-Kreditkarten
    Charge Cards mit Kreditrahmen und monatlicher Abrechnung. Die Karten sind auch über FYRST erhältlich, eine Geschäftskonto-Marke der Postbank für Selbstständige und kleinere Unternehmen.
  • DKB Visa Business
    Kreditkarte mit Überziehungsrahmen im Rahmen des Geschäftskontos. Solide Basislösung mit klarer Kostenstruktur und Fokus auf Zahlungsfunktionen.
  • Holvi Business Credit Card
    Eines der wenigen FinTechs mit echter Kreditkartenlösung. Flexible Rückzahlungsoptionen mit Zahlungsaufschub von bis zu einem Monat oder Ratenzahlung, allerdings zu vergleichsweise hohen Zinsen.
  • Miles & More Business Credit Cards Blue und Gold
    Business-Kreditkarten mit Anbindung an das Miles & More Bonusprogramm. Sammeln von Prämien-Meilen bei geschäftlichen Ausgaben sowie zusätzliche Leistungen in der Gold-Variante, speziell im Reisebereich.
  • American Express Business Gold Card
    Charge Card mit Zusatzleistungen wie Bonusprogrammen und Reisevorteilen. Höhere Jahresgebühr, dafür erweiterte Services.
  • American Express Business Platinum Card
    Premium-Kreditkarte mit umfangreichen Versicherungsleistungen sowie zusätzlichen Services wie Lounge-Zugang und Concierge.
Premium-Kreditkarten für Selbstständige

Premium-Kreditkarten zeichnen sich durch einen erweiterten Leistungsumfang aus, der über die reine Zahlungsfunktion hinausgeht. Dazu gehören unter anderem Bonusprogramme sowie zusätzliche Leistungen im Reise- und Lifestyle-Bereich, etwa umfassende Reiseversicherungen, Lounge-Zugänge oder weitere Services. In höherwertigen Tarifen kann das Leistungspaket zusätzlich eine Mietwagen-Vollkasko-Versicherung umfassen. Für Selbstständige lohnen sich solche Karten vor allem dann, wenn regelmäßig höhere Ausgaben anfallen oder Zusatzleistungen im Reise- und Lifestyle-Bereich tatsächlich in Anspruch genommen werden. Aufgrund der oft hohen Jahresgebühren sollten Nutzen und Kosten sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.

Business-Debitkarten

  • Qonto
    Kostenlose One Card bei allen Kontomodellen inklusive sowie unbegrenzte Anzahl virtueller Karten. Zusätzlich kostenpflichtige Kartenvarianten mit erweiterten Leistungen, besseren Konditionen für Einzeltransaktionen sowie zusätzlichen Versicherungen.
  • N26 Business Mastercard
    4 Kontomodelle mit abgestuften Leistungen. Keine Fremdwährungsgebühren. Weltweit kostenlose Bargeldabhebungen sowie Zusatzleistungen wie Versicherungen und Reise-Cashback sind nur in den Varianten Go und Metal enthalten. Virtuelle Karten sind für das kostenlose Business Standard Konto auf 1 Karte begrenzt, während in den kostenpflichtigen Modellen bis zu 6 virtuelle Karten zur Verfügung stehen.
  • Revolut Business
    Mehrere Kontomodelle mit unterschiedlichen Leistungsstufen. In höherwertigen Tarifen unter anderem höhere Cashback-Raten, höhere Abhebungslimits sowie zusätzliche Versicherungen und Lifestyle-Vorteile.

Private Kreditkarten zur geschäftlichen Nutzung

  • easybank Platinum Kreditkarte (früher: Barclays Platinum Double)
    Premium-Kombination aus Visa und Mastercard mit umfangreichen Zusatzleistungen, insbesondere in den Bereichen Reisen und Versicherungen. Da beide Karten separat abgerechnet werden, kann eine Karte für geschäftliche und die andere für private Ausgaben genutzt werden.
  • Hanseatic Bank GoldCard
    Kostenlose Visa-Kreditkarte ohne Kontobindung mit weltweiten Einsatzmöglichkeiten. Solide Basislösung für Selbstständige, die eine flexible und einfache Kartenlösung suchen.

Fazit: Die passende Kreditkarte für Selbstständige finden

Aus meiner Sicht liegt die zentrale Herausforderung bei Kreditkarten für Selbstständige weniger in der Auswahl einzelner Anbieter als in der richtigen Einordnung der eigenen Anforderungen. Der Markt bietet eine Vielzahl von Lösungen – von klassischen Business-Kreditkarten mit Kreditrahmen über Debitkarten bis hin zu flexibel einsetzbaren privaten Kreditkarten.

Entscheidend ist, wie Sie die Karte im eigenen Arbeitsalltag einsetzen. Wenn Sie gezielt Ihre Liquidität erweitern möchten, sind klassische Kreditkarten mit Überziehungsrahmen die passende Wahl. Für zuverlässige Zahlungsfunktionen und eine einfache Kostenkontrolle reichen in vielen Fällen Debitkarten aus. Private Kreditkarten können eine sinnvolle Alternative sein, wenn Sie sie als Freiberufler oder Einzelunternehmer konsequent für Geschäftsausgaben nutzen und diese nicht mit privaten Zahlungen vermischen.

Ich empfehle zudem, die Auswahl nicht allein von einzelnen Funktionen oder Kosten abhängig zu machen, sondern die Karte im Gesamtkontext zu betrachten: Gebühren, Zusatzleistungen und Nutzung sollten zusammenpassen. Gerade bei kostenpflichtigen Karten lohnt sich ein genauer Blick darauf, ob die enthaltenen Leistungen tatsächlich genutzt werden.

Am Ende geht es weniger um die „beste“ Kreditkarte, sondern um eine Lösung, die zu Ihrer Arbeitsweise passt und sich ohne zusätzlichen Aufwand in den Geschäftsalltag integrieren lässt.

Häufig gestellte Fragen – FAQ

Eine Firmenkreditkarte ist für Selbstständige nicht zwingend erforderlich, kann jedoch den Geschäftsalltag deutlich erleichtern. Sie ermöglicht eine klare Trennung zwischen privaten und geschäftlichen Ausgaben, vereinfacht die Buchhaltung und bietet je nach Kartentyp zusätzliche Flexibilität bei Zahlungen.

Das hängt vor allem von Ihrem individuellen Bedarf ab. Kreditkarten mit Überziehungsrahmen bieten zusätzliche Liquidität und mehr Flexibilität bei größeren Ausgaben oder unregelmäßigen Einnahmen. Die Umsätze von Debitkarten werden dagegen direkt vom Konto abgebucht – diese Karten ermöglichen eine bessere Kostenkontrolle ohne Verschuldungsrisiko.

Für viele Selbstständige reichen Debitkarten im Alltag aus. Wenn Sie jedoch gezielt Zahlungsziele nutzen oder größere Ausgaben kurzfristig vorfinanzieren möchten, profitieren Sie von einer klassischen Kreditkarte mit Kreditrahmen.

Der Zugang zu einer Kreditkarte mit Überziehungsrahmen hängt in erster Linie von Ihrer Bonität ab. In der Regel erfolgt auch bei Selbstständigen eine Schufa-Abfrage. Banken können zusätzlich Unterlagen zu Ihrer geschäftlichen Situation anfordern, etwa Steuerbescheide oder betriebswirtschaftliche Auswertungen.

Wenn Sie keinen Kreditrahmen erhalten, können Debitkarten eine Alternative sein. Diese werden von einigen FinTechs und Neobanken auch ohne Schufa-Prüfung angeboten, bieten jedoch keine Kreditfunktion, da Umsätze direkt vom Konto abgebucht werden.

Den Antrag stellen Sie in der Regel online beim Anbieter Ihrer Wahl. Neben den persönlichen Daten werden Angaben zur Selbstständigkeit erfasst. Sofern die Karte nicht an ein Geschäftskonto bei der ausgebenden Bank gebunden ist, geben Sie als Referenzkonto ein bestehendes Firmenkonto an. Bei Kreditkarten mit Überziehungsrahmen erfolgt stets eine Schufa-Abfrage. Die Legitimation erfolgt in der Regel per VideoIdent.

Ja. Als Selbstständiger oder Freiberufler können Sie eine private Kreditkarte auch für geschäftliche Zahlungen nutzen. Wichtig ist jedoch, dass Sie dafür eine separate Karte verwenden, die Sie nicht privat einsetzen. Nur so lassen sich Umsätze sauber trennen und ohne zusätzlichen Aufwand in der Buchhaltung erfassen.

Viele Kreditkarten für Selbstständige unterstützen kontaktloses Bezahlen (NFC). Zudem lassen sich die meisten Karten auch mit Apple Pay und Google Pay nutzen. Ob mobiles Bezahlen per Smartphone möglich ist, hängt vom Anbieter und Kartentyp ab, gehört heute jedoch in den meisten Fällen zum Standard.

Über die Autorin
Janine El-Saghir Dr. Janine El-Saghir ist eine promovierte Kulturwissenschaftlerin und hat eine erfolgreiche Karriere in der Wirtschaft in den Bereichen Consumer Research und Datenanalyse durchlaufen. Seit über...
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