Apple Pay endlich auch in Deutschland

Bereits seit einigen Jahren haben US-Bürger die Möglichkeit Transaktionen per Apple-Pay durchzuführen. Auch in Deutschland erfreuen sich die mobilen Zahlungsmethoden einer steigenden Akzeptanz, sodass Apple nun in einen wachsenden Markt eintritt. Denn, worauf viele Apple Nutzer in Deutschland bereits lange gewartet haben, soll wohl in Kürze auch zu uns kommen. Mit dem eigenen Service könnte Apple einen neuen Markt erschließen und das klassische Bargeld sowie die Kartenzahlungen verdrängen. Einen festen Termin gibt es für den Start von Apple Pay zwar noch nicht, aber die ersten Banken, die Apple Pay unterstützen werden, sind bereits bekannt. In diesem Artikel erfahren Sie alles wichtige, was Sie zum Start mit Apple Pay wissen müssen!

Was ist Apple Pay eigentlich?

Apple Pay ist ein Mobile-Payment-System, welches vom US-amerikanischen Technologiekonzern Apple entwickelt wurde. Dabei soll das mobile Zahlungssystem vor allem die klassischen Zahlungsmethoden wie EC- oder Kreditkarte durch das iPhone ersetzen. Hierfür greift der Payment-Service auf die NFC-Technologie zurück, welche in nahezu jedem modernen Smartphone integriert wurde. Bereits heutzutage werden zahlreiche Transaktionen durch die NFC-Technologie abgewickelt – das bekannteste Beispiel sind Visa-Kreditkarten. Es lassen sich nahezu alle Transaktionen in Tankstellen, klassischen Geschäften oder im Personennahverkehr durch den Einsatz der NFC-Technologie abbilden.

Um die Möglichkeiten des Payment-Services zu erweitern, wird dieser nicht ausschließlich vom iPhone unterstützt, sondern auch die Apple Watch verfügt über einen entsprechenden NFC-Chip. Im Rahmen des Onlineshoppings unterstützen auch Mac und iPad den neuen Zahlungsdienst. Apple bietet in den USA zudem die Möglichkeit Bargeld an andere Nutzer zu transferieren. Hierbei kommt Apple Pay Cash zum Einsatz. Der Service lässt sich dabei lediglich durch iOS- oder watchOS-Geräte benutzen.

Wie funktioniert der Mobile-Payment-Dienst von Apple?

Die genutzte Technologie bei Apple Pay ist vergleichbar mit der Technologie, welche bereits bei modernen Kreditkarten eingesetzt wird – der NFC-Technologie. Der Payment-Service ist eine Kombination aus der kontaktlosen Zahlungsmöglichkeit und einer dahinterliegenden Zahlungsmethode. Allerdings greift Apple nicht nur die Kreditkartenanbieter an, sondern auch Zahlungsdienste wie PayPal geraten in den Fokus des Technologiekonzerns, denn Apple soll sowohl im Zuge von Transaktionen in Geschäften als auch bei Onlinezahlungen genutzt werden. Hierfür werden in Wallet, eine App, welche Apple vor einigen Jahren veröffentlichte, die gültigen Kreditkarten verknüpft.

Dabei sollte berücksichtigt werden, dass zum Marktstart in Deutschland nur eine beschränkte Anzahl an Banken den Apple Service unterstützen. Zudem wird der Zahlungsdienst zu Beginn nur durch die Nutzung der Apple-Infrastruktur nutzbar sein. Das bedeutet, dass Interessenten über eine Apple Watch, ein iPhone, iPad oder über einen Mac verfügen müssen. Die mobile Nutzung ist nur durch ein iPhone oder eine Apple Watch sichergestellt. Wer eine Online-Zahlung mithilfe von Apple Pay abwickeln möchte, der muss zwingend auf Safari setzen, wohingegen die Apple Pay Cash-Transaktionen nur mithilfe der eigenen Nachrichten-App verwendet werden kann. Für viele Nutzer stellen diese Umstände eine Limitierung dar. Allerdings stellt Apple damit das hohe Sicherheitsniveau der Apple-Anwendungen sicher.

 

Wo kann Apple Pay genutzt werden?

Bisher war die Nutzung von Apple Pay Nutzern aus Deutschland vorbehalten. Nun soll der Service jedoch den Weg hierher finden und als Ersatz für alle bekannten Zahlungsmittel herhalten. So möchte Apple, dass der Dienst bei Restaurants, Supermärkten, Tankstellen oder im Rahmen anderer Transaktionen eingesetzt wird. Neben dem Offlineeinsatz soll auch der Onlineeinsatz gewährleistet werden. Zur Sicherstellung der korrekten Ausführung muss neben der Bank des Bezahlers auch die Bank des Empfängers eine Kompatibilität zu Apple Pay aufweisen. Das bedeutet, dass Unternehmen, die Apple Pay unterstützen möchten, eine Aufwertung der vorhandenen Rahmenbedingungen forcieren müssen. Vor allem der Umstand, dass die Markteinführung in anderen Ländern vergleichsweise reibungslos ablief, sollte für Vertrauen und Zuversicht beim deutschen Release sorgen.

Gilt Apple Pay als sicherer Service?

Das Smartphone ist mittlerweile im Mittelpunkt des Lebens zahlreicher Menschen angekommen. Die Ausgaben für ein modernes iPhone liegen bei mehr als 1.000 Euro – eine Computeranschaffung in diesem Wert wird oftmals als teuer bezeichnet. Es stellt sich hierbei natürlich die Frage, wie sicher der Bezahldienst eigentlich ist. Die Antwort ist einfach, denn Apple Pay ist sicherer als die Zahlung per Kreditkarte – unabhängig von der verwendeteten Verifizierungsmethodik. So verlangt das Smartphone stets eine Authentifizierung des Nutzers. Ein unerlaubter Zugriff wird somit, auch beim Vorhandensein einer entsprechenden PIN, vorgebeugt. Die Authentifizierung per Touch-ID oder Face-ID gilt als sehr sicher und ist den Authentifizierungsverfahren bei klassischen Karten durchaus überlegen. Erst nach dem Abschluss der Authentifizierung wird eine Geräteaccountnummer oder ein Sicherheitscode an das Kassenterminal verschickt. Nach der Übermittlung dieser Daten kann die Zahlung identifiziert und zugeordnet werden.

Als besonderer Vorteil gilt die hohe Anonymität bei diesem Verfahren, denn bei einer Transaktion werden keine Kreditkartendaten an den Empfänger weitergeleitet. Somit ist ein Missbrauch dieser Daten nahezu unmöglich. Des Weiteren werden auch die personenbezogenen Daten des Kunden verschlüsselt, sodass eine illegale Benutzung nicht möglich ist.

Welche Banken werden Apple Pay unterstützen?

Die Mitteilung, dass Apple den Weg auf den deutschen Markt suchen wird, ist vergleichsweise frisch, sodass noch keine konkreten Daten zu den teilnehmenden Finanzinstituten vorliegen. Allerdings zeigt sich bereits heute, dass vor allem Sparkassen und Volksbanken länger für die Adaption der neuen Technologie benötigen werden. Hier tragen insbesondere die höhere Komplexität der Standardsysteme zu dieser langsam Fortschritt bei.

Dahingegen verdeutlichen kleinere Banken – allen voran die Comdirect – die Unterstützung des Services. Vor allem die Unterstützung durch die Kreditkartenbetreiber Visa, Mastercard und American Express tragen dazu bei, dass sich die Banken eine Hintertür zur Nutzung des Services offenhalten. Insbesondere Kreditkarten erfreuen sich einer hohen Adaptionsrate, sodass die Kunden schnell in den Genuss der neuen Dienste kommen können. Sollten Zweifel zur Unterstützung des neuen Payment-Services durch die Hausbank aufkommen, so sollte diese kontaktiert werden. Hierdurch lassen sich mögliche Probleme bereits zu Beginn vermeiden.

Banken, die bereits veröffentlicht haben, dass sie Apple Pay unterstützen werden, sind die folgenden:

  • Boon
  • Comdirect
  • Deutsche Bank
  • Hanseatic Bank
  • Hypovereinsbank – Unicredit
  • N26
  • O2 Pay
  • Santander
  • VIMPAY

Auf welchen Geräten kann Apple Pay benutzt werden?

Die Bezahlung mit Apple Pay soll vergleichsweise einfach ablaufen. Der Einsatz der NFC-Technologie ermöglicht die Zahlung aus einer sehr nahen Distanz. Die Geräte des Empfängers und Senders müssen nahe beieinander liegen, sodass eine Transaktion eingeleitet werden kann. Nur bei einer erfolgten Bestätigung wird dieser Schritt eingeleitet. Im Anschluss untersucht die Technologie den RFID-Chip der Vertragsparteien.

Zu Beginn werden vor allem alle Apple-Geräte mit einer Apple-Pay-Funktion, sodass iOS- und Mac-Produkte vorzüglich bearbeitet werden. Bereits das iPhone 5S kann die Möglichkeiten der neuen Technologie nutzen. Auch das iPad Air und iPad Mini 2 können die Technologie verwenden. Grundsätzlich unterscheidet sich die Funktionalität bei den einzelnen Programmen, sodass verschiedene Geräte zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Im Geschäft muss dringen eine Apple Watch oder ein kompatibles Smartphone vorliegen. Das iPad dient für Zahlungen innerhalb von Apps. Die Mac-Transaktionen lassen sich lediglich wenige Informationen zum weiteren Ablauf extrahieren.

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