Garmin Pay: Kontaktlos bezahlen mit Ihrer Uhr
von Charlotte Ruzanski
Garmin Pay: Kontaktlos bezahlen mit der Smartwatch
Garmin Pay: Kontaktlos bezahlen mit der Smartwatch
© jacoblund / iStock

Insbesondere in den letzten Jahren hat das kontaktlose Bezahlen zunehmend an Bedeutung gewonnen. Neben der Möglichkeit mit einer Kreditkarte kontaktlos bezahlen zu können, ist auch das Mobile Payment – bei dem das Smartphone zum Bezahlen dient – immer mehr auf dem Vormarsch.  Inzwischen hat sich noch eine weitere Möglichkeit der kontaktlosen Bezahlung etabliert: die Bezahlung per Smartwatch.

Kreditkarten die Garmin Pay unterstützen

Gebührenfrei Mastercard GOLD
1,7
Gut
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Keine Auslandseinsatzgebühr
  • Sehr gut im In- & Ausland
  • Hoher Sollzins
  • Transaktionen werden in Rechnung gestellt
Bargeldbezug
0 €
Sollzinsen p.a.
19,44 %
Jahresgebühr
0,00 €
Commerzbank MasterCard Classic
2,4
Gut
  • Motiv wählbar
  • Nur mit Girokonto möglich
  • Teure Bargeldabhebung
  • Teuer außerhalb der Euro-Zone
Bargeldbezug
1,95 % am Automaten
Abheben Inland
3 % am Schalter
Jeweils mindestens 5,98 €

Abheben in der Eurozone
3 % am Schalter
Jeweils mindestens 5,98 €

Abheben in Fremdwährung innerhalb Europa
3 % am Schalter
Jeweils mindestens 5,98 €

Abheben in Fremdwährung außerhalb Europa/Weltweit
3 % am Schalter
Jeweils mindestens 5,98 €
Sollzinsen p.a.
0 %
Jahresgebühr
39,90 €

Garmin als Vorreiter

Ganz vorne mit dabei ist Garmin. Der Hersteller Garmin ist bislang durch seine Navigationsgeräte bekannt, in den letzten Jahren kamen weitere Innovationen wie Fitnessuhren und -tracker hinzu. Nun können Inhaber einer Smartwatch mit Funktionen für das Fitness-Training damit auch das mobile Payment nutzen.

Garmin Pay
Mit der Fitness-Uhr bezahlen. Ganz einfach mit Garmin Pay.
© LeonidKos / iStock

Garmin Pay ist eine Funktion der Fitnessuhr für das kontaktlose Bezahlen, die der Hersteller in Deutschland schneller einführte als Google Pay und Apple Pay in Deutschland verfügbar waren. Der Bezahldient von Garmin ist seit 2018 bei uns nutzbar.

Genau wie bei Kreditkarten oder Smartphones dient auch bei Garmin Pay die NFC-Technologie (Near Field Communication) dem Bezahlsystem. Garmin Pay funktioniert damit genauso wie alle anderen kontaktlosen Bezahlmethoden.

Unkomplizierte Nutzung des smarten Bezahlens

Die Handhabung von Garmin Pay ist bestechend einfach: Genau wie auch bei einer Kreditkarte halten Sie die Smartwatch wenige Zentimeter vor ein NFC-fähiges Kassenterminal. Die Aktivierung der Kasse gibt ein kurzes Signal, anschließend wird die Zahlung in wenigen Sekunden verarbeitet und Sie erhalten einen Zahlugnsbeleg.

Bequemer als mit der Smartwatch geht es nicht mehr: Selbst Kreditkarte oder Smartphone müssen noch aus der Tasche geholt werden, doch die Garmin Smartwatch wird einfach am Handgelenk getragen und steht immer maximal schnell zur Verfügung.

Kompatibilität von Garmin Pay

Das Bezahlen mit Ihrem Garmin-Gerät ist so gut wie überall möglich, wo auch kontaktloses Bezahlen möglich ist. Inzwischen kann Garmin weltweit auch bei einigen großen öffentlichen Verkehrsdiensten genutzt werden.

Die zunehmende Akzeptanz von Garmin Pay macht das Bezahlen immer einfacher und bequemer.

Zahlungsabwicklung per Garmin Pay

Garmin Pay
Mit der Smartwatch kontaktlos bezahlen.
© Chesky_W / iStock

Für eine NFC-Zahlung per Garmin-Pay benötigen Sie ein Referenzkonto. Garmin Pay ist grundsätzlich mit allen Banken kompatibel – das gilt sowohl für Kredit- als auch für Debitkarten.

Bei Banken, die mit Garmin kooperieren ist eine direkte Verbindung der Bankkarte mit Garmin Connect möglich. Aber auch Banken, die keine Kooperation mit dem Hersteller haben, können mithilfe einer Drittanbieter-App für Garmin Pay genutzt werden. Als ein solche Drittanbieter kann beispielsweise VIMApp oder boon dienen.

Garmin Pay einrichten

Mit Banken, die mit Garmin kompatibel sind, lässt sich Garmin Pay einfach und schnell über die Garmin Connect-App einrichten. Diese haben Nutzer einer Garmin Uhr ohnehin schon auf dem Smartphone. Möchten Sie mit Garmin Pay bezahlen, müssen Sie vor der ersten Zahlung lediglich Ihre Bankkarte zu Ihrer virtuellen Brieftasche in der Garmin Connect-App hinzufügen.

Mobile Payment
Die Kreditkarte mit der Smartwatch-App verbinden.
© ipopba / iStock

Wessen Bank Garmin Pay nicht unterstützt, der kann sich eine Multi-Banking-App herunterladen. Diese bieten kostenlose virtuelle Kreditkarten, die als Bindeglied zwischen der Bank und Garmin stehen. Die Daten dieser virtuellen Kreditkarte können Sie dann bei Garmin Connect hinterlegen und haben so ebenfalls die Möglichkeit Garmin Pay zu nutzen.

Virtuelle Kreditkarte auf Prepaid-Basis

Die virtuelle Kreditkarte funktioniert nur auf Prepaid-Basis. Das heißt, vor der Nutzung von Garmin Pay ist es erforderlich, die Karte mit entsprechendem Guthaben aufzuladen. Das kann zwar als umständlich empfunden werden, bringt aber den Vorteil mit sich, dass Sie so jederzeit die volle Kostenkontrolle behalten, denn Sie können nur das Geld ausgeben, das Sie zuvor als Guthaben auf Ihre Kreditkarte geladen haben.

Wichtig ist: Grundsätzlich ist natürlich eine Garmin Smartwatch erforderlich, die Garmin Pay-fähig ist. Das Smartphone, auf dem Sie die Garmin Connect-App sowie evtl. auch die Multi-Banking-App ist für den Bezahlvorgang nicht erforderlich. Es reicht, wenn Sie lediglich Ihre Uhr bei sich tragen.

Sicherheit der Garmin Pay Zahlungen

Bezahlen per Garmin Uhr
Das Bezahlen per Smartwatch gilt als sehr sicher.
© ipopba / iStock

Beim Bezahlen per Garmin Uhr sind Sie besonders abgesichert. Bei jedem Einkauf werden spezifische Kartennummern und Transaktionscodes (Tokens) verwendet. Die Daten der Kreditkarte oder Debitkarte werden nicht direkt auf der Uhr gespeichert und auch nicht auf den Servern von Garmin. Für den Bezahlvorgang gilt: Auch hier werden die Karten-Daten nur verschlüsselt an den Händler weitergegeben.

Zur Entsperrung der Uhr ist die Eingabe eines selbstdefiniertern Codes erforderlich, der für jeweils 24 Stunden gespeichert wird. Wird die Uhr abgenommen, wird auch der Code deaktiviert und eine Bezahlung ist erst wieder nach erneuter Code-Eingabe möglich.

Entschädigung bei missbräuchlichen Zahlungen

Wird die Uhr zu missbräuchlichen Zahlungen verwendet, sind Sie als Besitzer nicht in der Haftung und müssen für den entstandenen Schade nicht selbst aufkommen. Das gilt zumindest dann, wenn Sie nicht vorsätzlich, oder grob fahrlässig gehandelt haben.

Bei Verlust der Garmin Smartwatch sollten Sie umgehend Ihre Karte sperren lassen, damit es nicht zu missbräuchlichen Zahlungen kommt. Das Sperren der Karte funktioniert grundsätzlich über den Service der herausgebenden Bank.

Fazit zu Garmin Pay

Das Bezahlen per Smartwatch ist nochmals bequemer als die NFC-Bezahlung per Kreditkarte. Das liegt im Wesentlichen daran, dass Sie für den Bezahlvorgang weder Kreditkarte noch Smartphone zücken müssen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes im Handumdrehen zahlen können, da Sie lediglich die Uhr an das Bezahlterminal halten müssen.

Mobile Payment Garmin
Das Bezahlen per Smartwatch geht schnell und unkompliziert.
© shironosov / iStock

Und das Gute ist: Selbst wenn Ihre Bank bisher kein Garmin Pay anbietet, können Sie das mobile Payment nutzen, indem sie eine Mulitbanking-App verwenden, die als Verbindung zwischen Ihrer Bank und Garmin dient. Und das vollkommen kostenfrei und unkompliziert.

Auch in Puncto Sicherheit müssen Sie sich keine Gedanken machen, da Garmin die höchsten Sicherheitsstandards gelten lässt.

Garmin Pay ist zwar kein absolutes Must-Have, denn Bezahlmöglichkeiten gibt es zu genüge, es ist aber derzeit eine der bequemsten und schnellsten Arten mobil und kontaktlos seine Rechnungen zu begleichen.

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Häufige Fragen

Garmin Pay ist ein kontaktloses Bezahlsystem über die Smartwatch. Der Hersteller Garmin, der besonders für Navigationssysteme bekannt ist, hat nun passend zu seiner Fitness-Smartwatch ein Bezahlsystem entwickelt, das maximale Flexibilität ermöglicht. Wenn Sie z.B. nach Ihrer allmorgendlichen Joggingrunde einen Kaffee kaufen möchten, müssen Sie in Zukunft kein Geld oder Handy mitnehmen – die Uhr reicht völlig. Dazu müssen Sie lediglich Ihr Handgelenk an das Kartenlesegerät halten.

Garmin Pay kann überall verwenden werden, wo kontaktloses Bezahlen möglich ist. Dabei ist es nicht relevant, ob ein bestimmtes Symbol für die Kompatibilität von Garmin Pay vorhanden ist – die NFC Technologie bleibt die gleiche. Zum Bezahlen müssen Sie auf Ihrer Uhr das virtuelle Wallet auswählen. Nachdem Sie Ihren persönlichen PIN eingegeben haben, wird Ihnen die zuletzt verwendete Karte angezeigt. Wenn Sie diese ausgewählt haben, können Sie die Uhr ans Kartenlesegerät halten.

Garmin Pay wird über eine App eingerichtet, welche Sie auf Ihr Smartphone laden müssen. Die App heißt Garmin Connect. Damit wird das Smartphone verknüpft und Sie können Ihre Kreditkartendaten angeben (aber auch Maestro Karten sind möglich). Nachdem Sie die Kartendaten eingegeben haben, wird Ihnen ein Sicherheitscode zugesendet. Wenn Sie alles eingerichtet und sich über den Sicherheitscode verifiziert haben, können Sie die Uhr zum Bezahlen nutzen.

Laut eigener Aussage ist Garmin Pay mit „vielen Kredit- und Debitkarten großer Banken kompatibel“. Das stimmt besonders für Privatbanken – Sparkassen oder Volksbanken sind, zumindest in Deutschland, noch nicht kompatibel. Eine komplette Auflistung der Banken, die mit Garmin kompatibel sind, finden Sie auf der Website von Garmin.

Garmin Pay ist eine sehr sichere Zahlungsmethode, da für jede Transaktion spezielle Kartennummern und Tokens (Transaktionscodes) verwendet werden. Das bedeutet, dass Ihre sensiblen Daten zu keiner Zeit auf der Garmin Uhr gespeichert sind. Auch während der Transaktion werden die Daten nur verschlüsselt weitergegeben.

Über die Autorin
Charlotte Ruzanski
Charlotte Ruzanski hat nach ihrem Bachelor-Studium der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft / Skandinavistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau im Sommersemester 2013 ihren Master der allgemeinen Sprachwissenschaft abgeschlossen. Seit Oktober 2013 ist sie Teil der Redaktion der qmedia GmbH.
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