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Krypto-Kreditkarte im Vergleich

Krypto kommt mehr und mehr im Alltag vieler Menschen an, doch wie bezahlt man mit Kryptowährungen? Als Zahlungsmittel sind die Währungen bisher noch die Ausnahme, doch einige Anbieter haben jetzt Krypto-Kreditkarten im Angebot. Finden Sie in unserem Vergleich die besten Krypto-Kreditkarten!
Geschrieben von
Philipp Staedele


Jeder kennt mittlerweile Kryptowährungen wie Bitcoin, Tether und Co. – doch als Zahlungsmittel sind die Währungen hierzulande bisher nicht vollständig eingeführt worden. Dennoch bieten einige Anbieter wie Bitpanda, Crypto.com, Coinbase und Bybit Kreditkarten für Kryptowährungen an!

Kreditkarte für Kryptowährungen

Bitcoin Kreditkarten
Die Krypto-Kreditkarte im Überblick.Foto: NicoElNino / iStock

Krypto-Karten sind Kreditkarten, die es Nutzern ermöglichen, Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Währungen für alltägliche Zahlungen zu verwenden. Sie funktionieren ähnlich wie traditionelle Kreditkarten, jedoch wird der Betrag, den man ausgibt, in der Regel von einem mit der Karte verbundenen Krypto-Konto abgebucht. Anstelle von Fiatwährungen (wie Euro oder US-Dollar) werden Transaktionen in Kryptowährungen durchgeführt und anschließend von Krypto zu Fiat umgerechnet, wenn man einen Kauf tätigt.

Natürlich verfügen die Karten über die Standards, wie Apple Pay und Google Pay und es gibt sie als Visa-Karte und Mastercard.

Krypto-Karten als Schnittstelle

Krypto ist in Deutschland bisher vor allem als Zahlungsmittel nicht üblich. Eine Krypto-Kreditkarte stellt eine wichtige Schnittstelle dar: Sie bringt die klassischen Vorteile einer Kreditkarte mit sich, ermöglicht aber zudem, die Coins aus der eigenen Wallet zu nutzen.

Oft handelt es sich um unechte Krypto-Kreditkarten, die Krypto zu Fiatwährungen (Krypto-zu-Fiat-Zahlung) umrechnen. Bei diesen Kreditkarten ist auf einiges zu achten: zum Beispiel, welche Währungen akzeptiert werden, die jeweilige Trading-Gebühr, eigene App oder nicht, Verfügbarkeit von Cashback-Programmen u. v. m.

So funktionieren Kreditkarten für Krypto

Die Karten funktionieren im Wesentlichen wie herkömmliche Kreditkarten, aber anstelle von Fiatwährung wird bei Transaktionen Kryptowährung verwendet. So funktionieren sie in der Praxis:

  1. Verbindung mit einem Kryptokonto: Eine Krypto-Kreditkarte ist mit einem Krypto-Wallet oder einem Kryptokonto verbunden, das Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum oder andere digitale Währungen enthält. Dieses Wallet kann von einer Krypto-Börse oder einem Wallet-Anbieter stammen.
  2. Kauf und Umrechnung: Wenn Sie mit der Karte einen Einkauf tätigen, wird der Betrag normalerweise von Krypto in Fiat (z. B. Euro oder US-Dollar) umgerechnet. Die Kryptowährung, die Sie besitzen, wird dann zum aktuellen Marktwert verkauft, um den Betrag in Fiatwährung zu begleichen.
  3. Gebühren und Umrechnungskurse: Bei der Krypto-zu-Fiat-Zahlung können Gebühren anfallen, die je nach Anbieter variieren.
  4. Belohnungen und Cashback: Viele Kreditkarten bieten Belohnungen in Form von Kryptowährungen oder Cashback, die auf Ihrem Krypto-Wallet gutgeschrieben werden.
  5. Sicherheit: Wie bei allen Kreditkarten sind auch diese mit Sicherheitsvorkehrungen ausgestattet, etwa durch PINs oder Zwei-Faktor-Authentifizierung. Der Unterschied zu herkömmlichen Kreditkarten besteht darin, dass Ihre Kryptowährungen in einem digitalen Wallet aufbewahrt werden, das mit speziellen Sicherheitsmaßnahmen geschützt sein sollte.

Vor- und Nachteile

Krypto-Kreditkarten bieten einige interessante Vorteile, aber es gibt auch Aspekte, die man bedenken sollte. Einige Punkte im Überblick:

Vorteile

Bitcoin-Kreditkarten
Dank Kreditkarten für Kryptowährungen wird der Nutzen des digitalen Geldes einfacher.Foto: jacoblund / iStock

Ein großer Vorteil dieser Karten ist, dass sie es ermöglichen, Kryptowährungen im Alltag zu nutzen, ohne sie zuvor in Fiatwährungen umtauschen zu müssen. Dies macht die Verwendung digitaler Währungen für alltägliche Einkäufe deutlich einfacher.

Viele Karten bieten zudem Belohnungen oder Cashback in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen, was besonders für Krypto-Investoren von Interesse sein kann, da sie so ihre digitalen Vermögenswerte weiter aufbauen können.

Ein weiterer Vorteil ist die Flexibilität: In der Regel unterstützen diese Karten verschiedene Kryptowährungen, sodass der Nutzer nicht auf eine bestimmte Währung festgelegt ist. Außerdem sind sie international einsetzbar, da sie auf Netzwerke wie Visa oder Mastercard zugreifen und damit in vielen Geschäften sowie bei Online-Händlern akzeptiert werden. Zudem erfolgt die Umrechnung von Kryptowährungen in Fiatwährung automatisch, was den Zahlungsprozess für den Nutzer erheblich vereinfacht.

Nachteile

Krypto-zahlungen mit kreditkarte
Diese Nachteile von Krypto-Karten sollten Sie beachten.Foto: metamorworks / iStock

Jedoch gibt es auch einige Nachteile, die berücksichtigt werden sollten. Ein zentraler Nachteil sind die Gebühren, die bei der Umrechnung von Kryptowährungen in Fiatwährungen anfallen können. Diese Gebühren variieren je nach Anbieter und können sich im Laufe der Zeit summieren.

Zudem ist die Volatilität von Kryptowährungen ein weiteres Risiko. Da der Wert von digitalen Währungen stark schwanken kann, besteht die Möglichkeit, dass der Wert der ausgegebenen Währung oder der erhaltenen Belohnungen sinkt. Für Menschen, die mit der Funktionsweise von Kryptowährungen nicht vertraut sind, könnte die Nutzung einer Krypto-Kreditkarte verwirrend sein, was zusätzliche Herausforderungen mit sich bringt.

Auch wenn Bitcoin-Kreditkarten weltweit einsetzbar sind, wird Kryptowährung bisher nicht überall akzeptiert, was die Nutzung in bestimmten Regionen oder bei spezifischen Händlern einschränken könnte.

Schließlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass diese Karten einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt sind. Wenn ein digitales Wallet oder eine Karte gehackt wird, könnten die dort gespeicherten Vermögenswerte verloren gehen, was ein ernst zu nehmendes Risiko darstellt.

Vorteile
  • Kryptowährung kann im Alltag genutzt werden.
  • Einige Karten bieten Belohnungen und Cashback-Programme.
  • Flexibilität durch mehrere Kryptowährungen

Nachteile
  • Volatilität von Kryptowährung
  • Insbesondere in Deutschland noch keine große Akzeptanz.
  • Sicherheitsrisiko durch Hacker

Krypto-Debitkarten und kreditbasierte Krypto-Kreditkarten

Auf dem Markt für Kreditkarten mit Kryptowährungen wird zwischen zwei verschiedenen Karten unterschieden. Die Unterschiede im Überblick:

Krypto-Debitkarten

Bei diesen Karten wird das Krypto-Guthaben zum Zahlungszeitpunkt in Echtzeit in Fiat getauscht. Ein Beispiel für solch eine Karte ist die Bitpanda Card. Die Bitpanda Visa Card ist gebührenfrei in der Kontoführung, jedoch fällt eine Krypto-zu-Fiat-Gebühr von 1,49 % an. Es gibt aber auch ein Cashback bis zu 2 %.

Eine andere Möglichkeit ist die selbstständige Bestimmung des Tauschzeitpunkts – er kann dann einen Zeitpunkt wählen, der einen preiswerten Kurs bietet, um Marktschwankungen optimal zu nutzen.

Kreditbasierte Krypto-Kreditkarten

Bitcoin-Kreditkarte
Bei Krypto-Kreditkarten gibt es verschiedene Typen.Foto: Worawee Meepian / iStock

Hier dient Krypto als Pfand für einen Kreditrahmen, um steuerliche Veräußerungsgeschäfte zu vermeiden (z. B. Nexo Card). Das direkte Bezahlen mit Krypto-Debitkarten (wie Bitpanda oder Bybit) innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist in Deutschland gemäß § 23 EStG führt zu einer sofortigen Besteuerung des realisierten Gewinns mit dem persönlichen Einkommensteuersatz.

Sonstige Eigenschaften

Allgemein sind Krypto-Kreditkarten sowohl als virtuelle Karte als auch als physische Kreditkarte erhältlich. Virtuelle Karten reichen für die Nutzung im Internet normalerweise vollkommen aus.

Praktisch ist darüber hinaus, dass sich die Karten bei den meisten Anbietern ganz bequem per App verwalten, prüfen und aufladen lassen. Außerdem sind sie meistens mit Apple Pay und Google Pay kompatibel. Natürlich muss sich das Produkt für den Anbieter auch rentieren: Er macht mit den für die Karte anfallenden Gebühren Gewinn, gleichzeitig verdient er auch an der Automaten-Barabhebung sowie an eventuellen Servicegebühren, die der Kunde entrichten muss.

Darauf sollten Sie achten

Beim Kauf einer Krypto-Kreditkarte sollten Sie auf folgende Punkte achten:

  • Gebührenstruktur: Prüfen Sie die Gebühren für Umrechnungen von Kryptowährungen in Fiatwährung, für Auslandsnutzungen, Abhebungen und andere Transaktionen.
  • Akzeptanz und Netzwerkanbindung: Stellen Sie sicher, dass die Karte auf einem weitverbreiteten Netzwerk wie Visa oder MasterCard basiert und somit weltweit akzeptiert wird.
  • Die unterstützten Kryptowährungen: Überprüfen Sie, welche digitalen Währungen die Karte unterstützt, und ob diese mit den Kryptowährungen übereinstimmen, die Sie bevorzugen.
  • Belohnungsprogramme und Cashback: Achten Sie auf die Art der Belohnungen (z. B. Krypto oder Cashback) und prüfen Sie, ob diese für Ihre Ausgaben relevant sind, insbesondere für bestimmte Kategorien wie Reisen oder Einkäufe bei Partnerunternehmen.
  • Sicherheitsfunktionen: Vergewissern Sie sich, dass die Karte Sicherheitsmaßnahmen wie Zwei-Faktor-Authentifizierung bietet und Ihre Kryptowährungen gut geschützt sind.
  • Kundensupport: Prüfen Sie, ob der Kundendienst zuverlässig und gut erreichbar ist, um im Falle von Problemen Unterstützung zu bieten.
  • Nutzererfahrungen und Bewertungen: Lesen Sie Bewertungen und Erfahrungsberichte anderer Nutzer, um die Vor- und Nachteile der Karte aus erster Hand zu erfahren.

Kryptowährung und Steuern

Beachten Sie, dass jede Krypto-Zahlung ein steuerlich relevantes privates Veräußerungsgeschäft nach § 23 EStG darstellt. Liegt die Haltefrist der genutzten Coins unter 12 Monaten, unterliegen Gewinne dem persönlichen Einkommensteuersatz (Freigrenze 2026: 1.000 €). Zudem greift seit dem 01.01.2026 die DAC8-Meldepflicht (KStTG).

Unser Fazit

Fidor Bank und Bitcoin.de: Kreditkarte für Kryptowährungen
Für moderne Nutzer: die Krypto-Kreditkarte.Foto: SARINYAPINNGAM / iStock

Kreditkarten für Kryptowährungen können einen echten Mehrwert für all diejenigen bieten, die ihr Krypto-Vermögen im Alltag nutzen wollen. Neben Belohnungen winkt auch Cashback in Bitcoin oder anderen Kryptowährungen. Da die Karten in der Regel verschiedene Kryptowährungen unterstützen und der Nutzer somit nicht auf eine bestimmte Währung festgelegt ist, erhöhen sie die Flexibilität.

Allerdings muss beachtet werden, dass Kryptowährungen volatil sind. Der Wert der ausgegebenen Währung oder der erhaltenen Belohnungen kann durch Schwankungen sinken. Auch ist die Akzeptanz von Krypto als Zahlungsmittel nach wie vor nur eingeschränkt vorhanden. Zudem sind Krypto-Kreditkarten einem gewissen Sicherheitsrisiko ausgesetzt – wenn ein digitales Wallet oder eine Karte gehackt wird, könnten die dort gespeicherten Vermögenswerte verloren gehen.

Behalten Sie die potenziellen Nachteile im Kopf und wägen Sie beim Kauf einer Kreditkarte immer Ihre persönlichen Wünsche und Anforderungen an die Karte gegen das Angebot ab. Dann kann eine Krypto-Kreditkarte eine gute Wahl sein!

Häufige Fragen

Krypto-Kreditkarten sind Debitkarten, das heißt, sie funktionieren mit einem Guthaben. Im Gegensatz zu herkömmlichen Debitkarten wird hier allerdings mit verschiedenen Kryptowährungen gezahlt: diese werden bei der Transaktion in Fiatwährungen, z. B. Euro, umgerechnet. Eine andere Form der Krypto-Kreditkarte ist, das Konto mit Kryptowährungen aufzuladen, die dann vorab in Fiatwährungen umgetauscht werden, sodass ein festes Guthaben besteht.

Viele Krypto-Kreditkarten kommen ohne eine Jahresgebühr aus. Dafür fallen jedoch Kosten beim Einsatz der Karte an. Mögliche Gebühren sind:

  • Ausstellungsgebühr: Einmalige Gebühr für die Ausstellung der Kreditkarte
  • Transaktionsgebühr: Für den Umtausch einer Kryptowährung in eine Fiat-Währung wenn mit der Kreditkarte bezahlt oder Bargeld abgehoben wird
  • Handelsgebühr: Handel von einer Kryptowährung in eine andere Krypto- oder Fiatwährung
  • Aufladegebühr: Für das Aufladen mit Guthaben fallen bei manchen Anbietern Gebühren an
  • Jahresgebühr: wird entweder monatlich oder einmal pro Jahr berechnet

Insgesamt bieten Krypto-Kreditkarten eine praktische Möglichkeit, Kryptowährungen im täglichen Leben zu verwenden, jedoch ist es wichtig, die damit verbundenen Gebühren, Sicherheitsaspekte und die Volatilität der digitalen Währungen zu berücksichtigen, bevor man sich für ihre Nutzung entscheidet.

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Über den Autor
Philipp Staedele Finanzjournalist & Redakteur Philipp Staedele ist ein Finanzjournalist mit über 10 Jahren Erfahrung. Für kreditkarte24.de ist er als Redakteur tätig und spezialisiert auf Kreditkarten, Zahlungsverkehr und Verbraucherfinanzen.