Charge Cards - Die flexible Kreditkarte mit monatlicher Abrechnung

Die Nachfrage nach Kreditkarten ist seit Jahren ungebrochen hoch. Auf dem Markt tummeln sich daher eine Menge Anbieter, die mit den verschiedensten Vorteilen und Konditionen locken. Kreditkarte ist jedoch nicht gleich Kreditkarte. Es existieren verschiedene Kartentypen, die sich hinsichtlich ihres Abrechnungssystems unterscheiden.

Wir möchten Sie durch den Dschungel der unterschiedlichen Kartenarten führen und aufzeigen, welche Karte für Sie die Beste ist. Im Folgenden stellen wir mit der Charge Card den beliebtesten Kartentyp auf dem Markt vor und präsentieren Ihnen zunächst vier verschiedene Kartenanbieter, die aus unserer Sicht aktuell die besten Konditionen aufweisen.

Die besten Kreditkarten vom Typ Charge Card

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht über die besten Charge Cards. Mit einem Klick auf den jeweiligen „Mehr Details“-Button gelangen Sie zu einer detaillierten Kreditkartenbeschreibung mit weiteren Informationen.

Hanseatic Bank Genial Card

  • Die Legitimation dieser Kreditkarte erfolgt per VideoIdent.
  • Mit dieser Kreditkarte können Sie kontaktlos bezahlen.
  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
0,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
0 % Bargeldabhebungen in Deutschland
Gebührenfrei
0 % Euro-Zone Bargeldabhebungen in der Euro-Zone:
Gebührenfrei
Sollzinsen p.a.
13,60 %
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Gutes Cashbackprogramm
  • Versicherungschutz zubuchbar
  • Keine Auslandseinsatzgebühr
1,5
Testnote
Sehr gut
11/2020

Die Genial Card der Hanseatic Bank zählt derzeit zu den besten Kreditkarten auf dem deutschen Markt. Es handelt sich um eine VisaCard, die weltweit an über 42 Millionen Akzeptanzstellen einsetzbar ist und von der Hanseatic Bank herausgegeben wird. Diese Bank hat zwar nicht den höchsten Bekanntheitsgrad, steht den Big Playern jedoch in nichts nach. Der größte Vorteil dieser Charge Card besteht sicherlich darin, dass sie ohne Jahresgebühr auskommt. Häufig wird diese Gebühr im ersten Jahr erlassen, jedoch für die Folgejahre erhoben. In dem Fall der Hanseatic Bank Genial Card fällt sie komplett über die gesamte Laufzeit weg. Auch ein Mindestumsatz ist nicht erforderlich.

Darüber hinaus sind Bargeldabhebungen am Automaten ebenfalls kostenfrei – und zwar sowohl in Deutschland, als auch im Ausland. Dies gilt weltweit und nicht nur in der Eurozone. Auch Zahlungen an Terminals sind überall kostenfrei, unabhängig von der Währung, in der bezahlt wird. Diese Charge Card eignet sich daher sehr gut für Kunden, die gerne Fernreisen unternehmen. Auch kann die Genial Card mit Apple Pay verknüpft werden und ermöglicht so die Zahlung per Smartphone.

Die Abrechnung der Kartenumsätze erfolgt, wie für Charge Cards üblich, bequem durch monatliche Abbuchung vom bereits bestehenden Girokonto. Zusätzlich kann die Genial Card aber auch als Credit Card verwendet werden – für die Teilzahlungsoption wird ein effektiver Jahreszins von 13,6 % berechnet. Die Hanseatic Bank bietet diese Option zwar für die ersten drei Monate zinsfrei an, jedoch ist unbedingt darauf zu achten, dass die Abrechnung spätestens dann wieder auf monatliche Abbuchung des Gesamtbetrags umgestellt wird, um nicht in eine Kostenfalle zu geraten.

Diverse Vergünstigungen bei verbundenen Partnerunternehmen runden das Leistungspaket der Genial Card ab. So erhalten Sie bei verschiedenen Online-Shops 15 % Rückvergütung bei Einkäufen. Bei Urlaubsbuchungen über die Urlaubsplus GmbH wird ein Sofortrabatt von 5 % gewährt.

Ein Versicherungspaket ist in dieser Karte nicht enthalten, darf aber aufgrund der Kostenfreiheit auch nicht erwartet werden.

ICS Visa World Card

  • Mit dieser Kreditkarte können Sie kontaktlos bezahlen.
Jahresgebühr
0,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
4 % Bargeldabhebungen in Deutschland
4 %, mindestens 5,- €
0 % Euro-Zone Bargeldabhebungen in der Euro-Zone:
Gebührenfrei
Sollzinsen p.a.
15,9 %
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Gebührenfrei im Ausland Bargeld abheben
  • Ohne Kontowechsel
  • 50,- € Bonus bei erfolgreicher Weiterempfehlung
1,5
Testnote
Sehr gut
11/2020

ICS zählt zu den etabliertesten Kreditkartenherausgebern in Europa. In Deutschland ist das niederländische Unternehmen seit sieben Jahren tätig. An der Seriosität des Emittenten besteht daher kein Zweifel. Die ICS Visa World Card verzichtet ebenfalls dauerhaft auf eine jährliche Gebühr. Dies gilt außerdem für eine etwaige Partnerkarte. Die Gebühren für den Karteneinsatz sind etwas schwieriger zu verstehen, daher schlüsseln wir diese genau für Sie auf:

  • Abhebungen an Geldautomaten in Deutschland werden mit 4 % bepreist, mindestens werden jedoch 5 Euro erhoben.
  • Abhebungen an Geldautomaten in der Eurozone sind kostenfrei.
  • Abhebungen an Geldautomaten innerhalb der EU, jedoch in Fremdwährung, kosten 1,85 % Gebühren. Ein Beispiel dafür wäre z. B. Kroatien, das Mitglied der EU ist, jedoch den Kuna als Währung hat.
  • Abhebungen an Geldautomaten außerhalb der EU werden mit 2 % bepreist.
  • Transaktionen an Terminals werden exakt so abgerechnet wie die Abhebegebühren in Fremdwährung.
  • Transaktionen an Terminals in Deutschland und der Eurozone sind natürlich kostenlos.

Die Gebührenstruktur ist zwar etwas komplizierter, wird aber von ICS sehr transparent dargestellt. Die ICS Visa World Card kann als Charge Card, also mit monatlichen Abbuchungen von einem bestehenden Girokonto, aber auch als Credit Card verwendet werden. Für die Inanspruchnahme der Teilzahlungsfunktion wird ein effektiver Jahreszins von 15,9 % erhoben.

Eine Besonderheit der ICS Visa World Card ist die enthaltene Liefergarantie für Online-Zahlungen. Diese stellt eine Art Versicherung dar, die die getätigte Zahlung für den Fall, dass die Ware nicht geliefert wird, einfach rückabwickelt. Für Reisende, die sich primär in der Eurozone bewegen, ist die ICS Visa World Card aus unserer Sicht eine sehr gute Alternative, da sie dort kostenfrei eingesetzt werden kann.

American Express Card Blue

  • Die Legitimation dieser Kreditkarte erfolgt per VideoIdent.
Jahresgebühr
0,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
4 % Bargeldabhebungen in Deutschland
4 %, mindestens 5,- €
4 % Euro-Zone Euro Bargeldabhebungen im Ausland
4 %, mindestens 5,- €

Fremdwährung innerhalb Europa
4 %, mindestens 5,- €
Sollzinsen p.a.
0 %
  • 35 Euro Startguthaben
  • Exklusive Angebote zu Reisen, Shopping, Restaurants ...
  • Vergünstigter Priority Pass
  • Wenig Versicherungen
2,0
Testnote
Gut
11/2020

Die American Express Card Blue ist eine weitere Kreditkarte vom Typ Charge Card, die ebenfalls dauerhaft ohne Jahresgebühr zu haben ist. Dies gilt auch für eine eventuelle Zusatzkarte. Weitere Zusatzkarten kosten 10 Euro jährlich.

Die Gebühren für den Karteneinsatz stellen sich wie folgt dar: Abhebungen an Geldautomaten kosten weltweit 4 % des abgehobenen Betrags, sowohl in Deutschland, als auch im Ausland. Mindestens werden jedoch 5 Euro berechnet. Der Karteneinsatz an Terminals ist in der Eurozone kostenlos, Zahlungen in Fremdwährungen werden aber mit 2 % bepreist. Durch die Verknüpfungsmöglichkeit mit Apple Pay sind  außerdem Zahlungen per Smartphone möglich.

Karteninhaber sind berechtigt, das American Express Invite Programm zu nutzen, wodurch Tickets für bestimmte Events exklusiv bzw. vergünstigt buchbar sind. Ebenfalls ermöglicht der Besitz der Blue Card die Teilnahme an AMEX Offers, einem Cash-Back-Programm, welches attraktive Rückvergütungen für das Online-Shopping bei zahlreichen verbundenen Partnerunternehmen bereitstellt.

Optional kann mit dieser Karte eine Mitgliedschaft im Membership Rewards Programm zugebucht werden. Diese kostet jährlich 30 Euro. Damit erhalten Sie für jeden getätigten Umsatz einen Bonuspunkt gutgeschrieben. Diese Punkte lassen sich bei einigen ausgewählten Fluglinien in Gutschriften für gebuchte Flüge umwandeln. Bei Registrierung für dieses Programm wird eine Startgutschrift von 5.000 Bonuspunkten gewährt.

Bis auf eine enthaltene Verkehrsmittelunfallversicherung bestehen für den Karteninhaber keinerlei weitere Reiseversicherungen.

Derzeit erhalten Neukunden bei Bestellung einer American Express Blue Card ein Startguthaben von 35 Euro, welches dem Kreditkartenkonto gutgeschrieben wird, sofern die Karte innerhalb von vier Wochen ab Aktivierung erstmals eingesetzt wird.

Durch das bestehende Entgelt für Transaktionen in Fremdwährung eignet sich diese Karte eher für Kunden, die vorwiegend in der Eurozone reisen.

DKB Visa Card

  • Die Legitimation dieser Kreditkarte erfolgt per VideoIdent.
  • Mit dieser Kreditkarte können Sie kontaktlos bezahlen.
  • Mobil Apps:
    Android App:
    Apple / iOS App:
Jahresgebühr
0,00 €
Dauerhaft
Bargeldbezug
0 % Bargeldabhebungen in Deutschland
Gebührenfrei
ab Betrag von 50,- €
0 % Euro-Zone Bargeldabhebungen in der Euro-Zone:
Gebührenfrei
ab Betrag von 50,- €
Sollzinsen p.a.
7,5 %
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr
  • Kostenlose Bargeldabhebung weltweit
  • Kein monatlicher Mindesteingang erforderlich
  • Gutes Bonussystem
  • Nur mit Girokonto möglich
1,8
Testnote
Sehr gut
11/2020

Auch die Visa Card der DKB (Deutsche Kreditbank) verzichtet komplett und dauerhaft auf eine jährliche Gebühr und zählt daher zu den beliebtesten Kreditkarten Deutschlands. Allerdings ist diese Visa Card nicht einzeln erhältlich, sondern nur in Verbindung mit einem Girokonto bei der DKB. Jedoch ist auch dieses Konto völlig kostenlos. Ab einem monatlichen Geldeingang von mindestens 700 Euro erlangen Sie den Status als Aktivkunde. Damit können Sie sämtliche Vorteile der Visa Card in Anspruch nehmen. Auch ist die DKB bei dem Wechsel Ihres Girokontos behilflich. Sie veranlasst die Benachrichtigung Ihrer Zahlungspartner und kümmert sich um die Auflösung Ihres bestehenden Kontos.

Abhebungen an Geldautomaten sind ebenso weltweit kostenfrei wie Transaktionen in Fremdwährungen. Kunden ohne Aktivkundenstatus bezahlen dafür außerhalb der Eurozone 1,75 % – am Automaten wie an Terminals. Die Abhebungen können an sämtlichen Automaten weltweit mit VISA Symbol vorgenommen werden. Es gilt ein Mindestabhebebetrag von 50 Euro.

Die Visa Card der DKB kann nicht nur mit Apple Pay, sondern auch mit Google Pay verknüpft werden und erweist sich daher für Zahlungen mit dem Smartphone als besonders flexibel.

Zwar stellt die DKB für ihre Kartenkunden kein Versicherungspaket bereit, jedoch kommen Aktivkunden in den Genuss eines sogenannten Notfallpakets, welches bei Verlust der Karte im Ausland schnellstmöglich eine Ersatzkarte und Bargeld kostenfrei zur Verfügung stellt.

Die DKB Visa Card ist das ideale Produkt für Kunden, die kein Problem damit haben, ein neues Girokonto bei einer reinen Onlinebank zu eröffnen.

Diese vier vorgestellten Karten halten wir – je nach persönlichen Vorlieben und Bedürfnissen – aktuell für die besten und sinnvollsten Produkte auf dem deutschen Markt. Doch was ist eine Charge Card überhaupt, und wie funktioniert diese?

Charge Cards: Definition und Funktionsweise

Eine Charge Card addiert alle mit ihr getätigten Umsätze auf einem separaten Sammelkonto. Diese Summe ist dann in regelmäßigen Abständen vom Karteninhaber zu begleichen. In der Regel ist ein monatlicher Abrechnungsrhythmus vorgesehen. Alles was Sie also mit dieser Karte in diesem Zeitraum bezahlen, sei es an einem Ladenterminal, im Internet oder durch Abhebungen am Geldautomaten wird zusammengerechnet.

Normalerweise wird der Betrag dann von dem angegebenen Girokonto abgebucht. Manchmal ist jedoch nur eine Zahlung per Überweisung möglich. Man kann sich dies also als sehr kurz laufenden Kredit vorstellen, für den keine Zinsen berechnet werden.

Charge Cards: Unterschiede zu anderen Kreditkartentypen

Wie unterscheidet sich demnach die Charge Card von den anderen Kreditkartentypen? Zum einen ist es bei einer Charge Card nicht möglich, die Rückzahlung der getätigten Umsätze über den vereinbarten Abrechnungszeitraum hinaus zu strecken. Das bedeutet, dass immer zum Stichtag abgerechnet wird und eine Inanspruchnahme eines länger laufenden Kredits mittels Ratenzahlung nicht möglich ist. Diese Option bietet nur die Credit Card, die hierfür aber auch einen hohen effektiven Jahreszins berechnet. Je nach Anbieter kann dieser durchaus zwischen 15 – 20 % liegen. Dies ist zwar ohne Aufwand und zusätzliche Bonitätsprüfung möglich, dafür liegen die Zinsen aber auch erheblich über denen für einen klassischen Ratenkredit bei Ihrer Hausbank.

Bei einer klassischen Prepaid Card hingegen muss zunächst ein Betrag auf die Karte überwiesen werden, damit Verfügungen vorgenommen werden können. Diese Art der Karte unterscheidet sich zwar äußerlich nicht von den anderen Kreditkartentypen und kann auch genauso benutzt werden, ist aber im wörtlichen Sinne keine Kreditkarte, da ja kein Kredit gewährt wird. Daher wird die Prepaid Card hauptsächlich von minderjährigen Karteninhabern genutzt, die zu einer Kreditaufnahme noch nicht berechtigt sind, oder von Kunden mit unzureichender Bonität.

Die Debit Card arbeitet genauso wie die Charge Card mit einem monatlichen Kartenlimit, welches den Verfügungsrahmen für den Karteninhaber festlegt. Der einzige Unterschied besteht darin, dass jeder einzelne getätigte Umsatz direkt vom Girokonto abgebucht wird. Eine Ansammlung von Beträgen und Abrechnung in einer Summe findet nicht statt.

Vor- und Nachteile einer Charge Card

Alle Vorteile im Überblick

  • Ermöglicht bargeldlose Zahlungen on- und offline
  • Hohe Sicherheit und geringe Haftungssummen
  • Geringes Verschuldungsrisiko durch monatliche Abbuchungen
  • Hohe Transparenz und Übersichtlichkeit der Ausgaben
  • Ermöglicht mehrwöchigen zinslosen Kredit
  • Geringe Kosten durch gesammelte Abbuchung aller getätigten Umsätze
  • Oft schnell und einfach online zu beantragen

Die Charge Card ist aus gutem Grund der beliebteste Kreditkartentyp in Deutschland. Die Vorteile dieser Karte liegen auf der Hand. Wie alle Kreditkarten ermöglicht sie eine völlig reibungslose Teilnahme am bargeldlosen Zahlungsverkehr offline wie online. Durch ausgezeichnete Sicherheitssysteme und geringe Haftungssummen für die Kunden besteht ein guter Schutz gegen Betrugsversuche. Das Risiko eines hohen finanziellen Schadens für den Karteninhaber beschränkt sich im Grunde auf grobe Fahrlässigkeit.

Das vereinbarte monatliche Limit bildet einen vernünftigen Verfügungsrahmen, der am Einkommen und den finanziellen Verhältnissen des Kunden orientiert ist. Es ermöglicht genug Liquiditätsspielraum ohne die Gefahr der Überschuldung, da der Abrechnungsbetrag monatlich zurückzuführen ist. Es ist daher eine hohe Transparenz und Übersichtlichkeit der Ausgaben gewährleistet.

Die fehlende Möglichkeit der Ratenzahlung kann als Vor- wie auch als Nachteil ausgelegt werden. Natürlich knabbert die monatliche Rückzahlungspflicht ein wenig an der Flexibilität. Jedoch stellt diese auch einen Schutz gegen eine mögliche Überschuldung dar, da bei echten Credit Cards oftmals neue Schulden aufgenommen werden, ehe die alten überhaupt zurückgeführt sind. Verführerisch kleine Raten lassen die Zahlungsverpflichtungen bei Credit Cards häufig attraktiv aussehen, führen jedoch auch zur Unübersichtlichkeit und stellen aufgrund der hohen Zinsen eine nicht zu unterschätzende Kostenfalle dar. Diese Problematik besteht bei Charge Cards nicht. Das einzige Risiko ist die fehlende Kontodeckung zum Abrechnungsstichtag. Dies ist allerdings ein Punkt, bei dem die kontoführende Bank und in der Folge auch das Kreditkarteninstitut schnell reagieren kann und die Karte im schlimmsten Fall für weitere Verfügungen gesperrt wird.

Der mehrwöchige zinslose Kredit, den eine Chargecard gewährt, ist sicherlich einer der größten Vorteile. Auf diese Weise können kurzfristige finanzielle Engpässe ohne Zinskosten und ohne jegliche Formalitäten überbrückt werden.

Auch die gesammelte Abbuchung aller getätigten Umsätze ist bei vielen Kontomodellen ein großer finanzieller Vorteil. Denn nicht selten hängt die Gebühr für das eigene Girokonto auch von der Anzahl der Buchungsposten ab. Jemand, der häufig bargeldlos zahlt, wird dadurch mit beträchtlichen Kosten konfrontiert sein. Diese können durch den Einsatz der Charge Card vermieden werden, da die einzelnen Abbuchungen, die eine Debit Card oder auch eine Standard-Bankkarte auslöst, vermieden werden.

Als Nachteil der Charge Card kann aufgeführt werden, dass eine einwandfreie Schufa-Auskunft in den allermeisten Fällen für die Beantragung der Karte erforderlich ist. Für Personengruppen, die dies nicht gewährleisten können, stellt allerdings die Prepaid Card eine gute Alternative dar.

Zielgruppe der Charge Card

Der Personenkreis, für den eine Charge Card das am besten geeignete Zahlungsmittel ist, kann sehr weit gefasst werden. Im Grunde genommen kommt jeder volljährige Kunde mit guter Bonität dafür in Frage. Personen, die aber zu gesteigertem Konsumverhalten neigen, wenn die Abbuchungen auf dem Konto nicht sofort ersichtlich sind, sollten eventuell prüfen, ob sich eine Prepaid oder Debit Card für diesen Fall nicht besser eignet.

Beantragung der Charge Card

Das Prozedere zur Beantragung einer Charge Card unterscheidet sich im Grunde nicht von dem Vorgehen bei Credit Card und Debit Card. Notwendig ist immer eine persönliche Legitimation. Diese wird bei einer Filialbank mittels Vorlage von Personalausweis oder Reisepass sichergestellt. Bei Online-Banken kommt hierfür das Post-Identverfahren sowie das Video-Identverfahren in Frage.

Zusätzlich wird bei diesen sogenannten „echten Kreditkarten“ eine Abfrage der Schufa durchgeführt. Diese gibt Auskunft über die Bonität des Kunden und entscheidet maßgeblich darüber, ob eine dementsprechende Karte ausgestellt werden kann. Dieser Punkt entfällt natürlich bei Prepaid Cards, da hier der Kunde lediglich im Rahmen seines zuvor aufgeladenen Guthabens verfügen kann.

Fazit zu Charge Cards

Natürlich ist die Entscheidung des Kunden, welche Karte das geeignete Instrument für seine Zwecke ist, immer eine sehr persönliche. Die Charge Card bietet in jedem Fall einen sehr ausgewogenen Mix aus Flexibilität und Transparenz. Versteckte Kostenfallen sind aufgrund der regelmäßigen Abrechnungen nicht zu erwarten. Für die allermeisten Kunden würden wir zur Beantragung einer Charge Card raten, da sich diese am meisten am Markt bewährt hat und eine einfache und transparente Handhabung ermöglicht.

27.03.2020
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