Kostenkalkulation vor der Kreditaufnahme - Alle Kosten im Blick

Die Aufnahme eines Kredits ist mit einem hohen finanziellen Risiko verbunden. Nichtsdestotrotz bietet ein Kredit dem Kreditnehmer die Möglichkeit, Finanzierungen in Anlauf zu nehmen, die ansonsten zu großen Engpässen führen würden. Es empfiehlt sich jedoch auf jeden Fall, im Vorfeld die anfallende Kosten im Rahmen einer Kostenkalkulation zu berechnen und alle Eventualitäten zu beachten. Im folgenden Artikel erfahren Sie alles, was Sie vor und während einer Kreditaufnahme beachten müssen.

Warum eine Kostenkalkulation sinnvoll ist

Alle Vorteile im Überblick

  • Sehr sinnvoll vor jeder Kreditaufnahme
  • Eventuelle Kosten schon im Vorhinein kennen
  • Über Zinsen und zinsfreies Zahlungsziel informiert sein
  • Auch versteckte Kosten bedenken

Wer bei einem Institut einen Kredit aufnehmen möchte, sollte die Kosten im Vorfeld genau kalkulieren. Dadurch erhält man in erster Linie einen Überblick über die Anforderungen, welche vom jeweiligen Institut gestellt werden und kann mit der eigenen Kreditkarte besser planen.

Zudem haben Kreditnehmer durch eine Kostenkalkulation die Möglichkeit, eventuelle Kosten durch Mahnungen und die Folgen, die ein Zahlungsverzug überdies mit sich bringt (Sperrung der Kreditkarte etc.), einzuplanen. Dadurch schafft man sich Freiraum und kann entscheiden, ob die Aufnahme eines Kredits sinnvoll ist.

Die revolvierende Kreditkarte: Diese Voraussetzungen gelten für die Kreditaufnahme

Für Personen, die eine Kreditkarte mit gewährleistetem Kredit beantragen möchten, gelten die gleichen Voraussetzungen wie für jede andere Kreditaufnahme. Dem sei vorangestellt, dass es immer auch Ausnahmen gibt, um denjenigen, die diese Voraussetzungen nicht erfüllen, ebenfalls einen Kredit zu ermöglichen.

Einen Kredit aufnehmen kann nur, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat und in Deutschland somit als volljährig gilt. Außerdem muss ein Hauptwohnsitz in Deutschland und eine deutsche Bankverbindung bestehen, sofern der Kredit oder die Kreditkarte in Deutschland beantragt wird. Oftmals fordern Kreditinstitute auch Einkommensnachweise und lückenlose Kontoauszüge, um Geldein- und Ausgänge nachvollziehen zu können.

Angestellte müssen für die Kreditbeantragung meist die Gehaltsabrechnungen der letzten zwei bis drei Monate vorlegen, Selbstständige und Freiberufler hingegen müssen den Einkommensnachweis sogar für die vergangenen Jahre einreichen. Für diese Berufsklasse ist es oftmals schwerer, einen Kredit zu bekommen, weil ihr Einkommen nicht gesichert ist.

Die Schufa-Prüfung und ihre Bedeutung für die Kreditaufnahme

Wer eine Kreditkarte mit Kreditrahmen beantragen möchte, muss mit einer Bonitätsprüfung in Form der Schufa-Abfrage rechnen. Schufa ist die größte Auskunftei Deutschlands und sammelt Daten, die Auskunft über das Zahlungsverhalten und den Verschuldungsgrad einer Person geben.

Ein negativer Schufa-Eintrag kann beispielsweise durch Zahlungsverzögerung auftreten. Wer keine gute Bonität vorweisen kann, wird in der Regel vom Kreditinstitut abgelehnt. Für Personen mit negativem Schufa-Eintrag gibt es andere Möglichkeiten, eine Kreditkarte zu nutzen – so zum Beispiel die Prepaid-Card.

All diese Faktoren entscheiden darüber, ob jemand einen Kredit aufnehmen kann oder nicht. Das Kreditinstitut prüft anhand der Einkommensnachweise, der Kontoauszüge und der Schufa-Prüfung, wie wahrscheinlich es ist, dass ein Kunde seinen Kredit fristgemäß abbezahlen kann. Nur, wer hierbei nicht negativ auffällt, kann einen Kredit bei einer Bank aufnehmen.

Zinsen einplanen

Wer die oben genannten Bedingungen für eine Kreditaufnahme erfüllt, sollte nun genau kalkulieren, welche Kosten durch einen Kredit auf ihn zukommen. Mit der wichtigste Faktor bei einer Kreditaufnahme sind die Zinsen. Um von den Mehrkosten bei der Abbuchung von der Kreditkarte nicht überrascht zu sein, empfiehlt es sich, den Vertrag genau zu studieren und eine Kostenkalkulation durchzuführen. Gerade vermeintlich günstige Kredite enthalten oftmals hohe Zinsen und versteckte Kosten.

Hierbei wird auch zwischen Sollzins und effektivem Jahreszins unterschieden. Der effektive Zinssatz ist der, der für ein Darlehen tatsächlich bezahlt werden muss. Er enthält alle Gebühren, die von der Bank für den Kredit veranschlagt werden. Der Sollzinssatz berücksichtigt nicht alle Kosten, weshalb immer auch der effektive Jahreszins im Vorhinein bekannt sein sollte.

Zinsfreies Zahlungsziel: Wann fallen die Zinsen bei der Kreditkarte an?

Kreditkarten bieten den Inhabern den Vorteil, dass sie eine hohe finanzielle Flexibilität garantieren. Besonders die „echte“ Kreditkarte – auch revolvierende Kreditkarte genannt – bietet dem Inhaber viel Spielraum. Zahlungen, die mit der Kreditkarte getätigt werden, werden bei der Charge- und der Credit Card nicht direkt vom Referenz- oder Kreditkartenkonto abgebucht. Stattdessen werden die Ausgaben gesammelt und am Monatsende vollständig vom Konto abgezogen. Eine Credit Card bietet dem Kartenführer auch die Möglichkeit, die Zahlungen in Teilbeträgen über einen größeren Zeitraum zurückzuzahlen.

Somit ist die Credit Card die einzige Kreditkarte, die tatsächlich einen Kredit gewährt. Besitzer einer solchen Karte sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass bei der Inanspruchnahme dieses Kredits ebenfalls Zinsen anfallen. Werden die Zahlungen vollständig bis zum Schluss des zinsfreien Zahlungsziels beglichen, entstehen keine Zinsen. Dieses Zahlungsziel ist bei jedem Herausgeber und Produkt unterschiedlich hoch angesetzt. Das gleiche gilt für die Zinsen. Diese können sogar stark variieren und somit für teurere oder günstige Kredite sorgen.

Alle Kosten beachten

Eine Kreditaufnahme ist in verschiedensten Fällen sinnvoll oder sogar notwendig. Mit der Kreditkarte einen Kredit aufzunehmen ist nur eine von vielen Möglichkeiten, Geld von der Bank zu leihen und zuzüglich der anfallenden Zinsen zurückzuzahlen. Für richtig große Investitionen gibt es gesonderte Kredite, die bei der Finanzierung helfen. So zum Beispiel bei einem Hauskauf oder einem Grundstückerwerb.

Zu den Kosten, die für viele Kreditnehmer nicht sofort ersichtlich sind, gehören zum Beispiel auch die Grundbuch- und Notarkosten – beispielsweise bei einem Grundstückskauf. Diese werden fällig, wenn die Bank die Sicherheiten überprüft und Vermögenswerte berechnen lässt, der Notar den Vertrag bestätigt und das Amt eine Grundbucheintragung vornimmt. Diese Kosten müssen grundsätzlich vom Kreditnehmer (per Kreditkarte oder EC-Karte) getragen werden.

Um sich bei solchen umfangreichen Krediten gut abzusichern, ist eine Restschuldversicherung oftmals eine gute Option. Wird der Kreditnehmer unerwartet arbeitslos oder arbeitsunfähig, schützt diese Versicherung vor unverschuldeter Zahlungsunfähigkeit und springt für den Kunden ein.

Kostenkalkulation: Weitere Kosten bei einem Kredit

Je nachdem, um welche Art von Kredit es sich handelt, können weitere Kosten anfallen. So muss unter Umständen eine Provision an den Kreditvermittler gezahlt werden, welche recht hoch ausfallen kann. Zudem müssen die angegeben Sicherheiten zur Verfügung stehen, da diese bei einem wiederholten Zahlungsverzug von der Bank eingefordert werden.

Zuletzt sollten Kreditnehmer natürlich auch überprüfen, ob die eigenen Einnahmen auf Dauer ausreichen, um den Kredit decken zu können. Insbesondere, wenn es sich um einen mehrjährigen Kredit handelt, sollte man deshalb auch Ereignisse in der Zukunft mit einkalkulieren und erst dann entscheiden, ob man bereit ist, einen Kredit aufzunehmen. Wer festangestellt ist und einen unbefristeten Arbeitsvertrag hat, ist in der Regel auf der sicheren Seite. Da jedoch auch die Banken das Interesse verfolgt, den Kredit sowie die anfallenden Zinsen fristgerecht zurück zu erhalten, werden sie nur einen Kredit an diejenigen vergeben, deren Bonität dafür spricht, dass es keine Verzögerungen geben wird.

Fazit

Eine Kostenkalkulation macht also aus vielen Gründen Sinn und sollte deshalb in jedem Fall vorgenommen werden. Faktoren wie Zinsen, Provisionen und Mahnkosten müssen ebenso eingeplant werden wie die eigene Liquidität. Wird ein Kredit in Rahmen einer Kreditkarte aufgenommen, sollten auch die Gebühren für die Kreditkarte beachtet werden. Credit Cards sind zwar auch kostenlos erhältlich, wenn sie jedoch Zusatzleistungen wie Rabattfunktionen und Versicherungen enthalten, fordern sie oftmals eine höhere Jahresgebühr.

Vor der Beantragung einer „echten“ Kreditkarte sollte auch das zinsfreie Zahlungsziel genau nachgelesen werden sowie die Höhe des effektiven Jahreszinssatzes. Wer die Kreditaufnahme nicht in Anspruch nehmen möchte und mögliche hohe Zinsen scheut, ist mit einer Charge-, Prepaid- oder Debit Card besser beraten. Bevor man eine Kreditkarte beantragt, sollte man sich über die verschiedenen Abbuchungsarten informieren. Bei einem kostenlosen Kreditkartenvergleich finden Sie heraus, welche Karte perfekt zu Ihnen passt. Hierbei können Sie auch genau angeben, welche Art der Kreditkarte Sie bevorzugen.

26.07.2018 | Update: 25.06.2019
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