Neue Sicherheitsvorschriften für das Zahlen mit Kreditkarte

Der Beginn des neuen Jahres 2021 wird viele Veränderungen mit sich bringen - vor allem, wenn es um das Bezahlen im Internet mit der Kreditkarte geht. Hier gelten nämlich seit dem 01. Januar deutlich höhere Sicherheitsanforderungen, die das Bezahlen per Kreditkarte weniger anfällig für Datendiebstahl machen sollen.

Nach wie vor sind Kreditkarten ein viel genutztes und beliebtes Zahlungsmittel beim Bezahlen im World Wide Web. Knapp 70 % aller Kunden sind es inzwischen, die ihre Einkäufe online am liebsten per Kreditkarte bezahlen – das ist einfach und unkompliziert. Diese Daten hat eine Studie der ECC Köln erfasst. Doch diese Werte könnten schon schon bald deutlich verändern, denn seit dem 1. Januar 2021 greifen neue Sicherheitstechniken beim Einkauf im Internet mit Kreditkarte. Der Grund: Die EU sowie auch die Bankenaufsicht fordern ab 2021 die Nutzung des Verfahrens „3D-Secure 2“. Doch wo liegt eigentlich das Problem?

Sicheres Bezahlen mit der Kreditkarte – Hürden

Ganz einfach: Scheinbar haben bislang zahlreiche Händler noch keine verpflichtende technische Umstellung vorgenommen. So gibt es einen großen prozentualen Anteil auf dem Markt, der es schlichtweg versäumt, die neue Technologie einzuführen. Für den Kunden heißt dies erst einmal, dass er mit seiner normalen Kreditkarte ab Januar 2021 nicht mehr online einkaufen kann – sprich, Banken und Zahlungsdienstleister lehnen die Zahlung ohne den neuen Standard dann einfach ab. Damit es jedoch nicht zu einem wilden Durcheinander zu Beginn des neuen Jahres kommt, mussten Händler zeitnah reagieren und schneller das neue System einführen.

3D-Secure 2: Was ist neu im Jahr 2021?

Bislang hat sich das Bezahlen mit Kreditkarte im Internet relativ einfach gestaltet: Man gab seine Kreditkartennummer mitsamt deren Gültigkeitsdatum und dem Sicherheitscode auf der Rückseite ein – und fertig war der Einkauf. Mittlerweile gibt es aber bereits zahlreiche Shops, die bereits das neue 3D-Secure-Verfahren eingeführt haben. Hierbei handelt es sich um eine weitere Sicherheitsabfrage, welche es Kreditkartendieben schwer machen sollen, eine fremde Karte zu missbrauchen.

Abhängig davon, welche Freigabeart die Bank des Kunden anbietet, erhält dieser dann zum Beispiel eine SMS mit einer TAN auf sein Smartphone geschickt. Diese TAN gibt er dann online ein und erst dann ist der Einkauf abgeschlossen. Smartphone-Nutzer haben allerdings alternativ dazu auch die Möglichkeit, ihre Identität über die Online-Banking-App ihrer Bank zu bestätigen oder auch per Face-ID bzw. Fingerabdruck eine Bestätigung auszulösen.

Neu ist also, dass dieser Standard in Zukunft für alle Online-Shops verpflichtend sein wird. Eine Internetstudie, die vom EHI Retail Institut in diesem Jahr durchgeführt wurde, zeigte klar, dass bislang nur rund die Hälfte der 1.000 bedeutendsten Online-Shops in Deutschland das 3D-Secure-Verfahren nutzte. Tatsächlich haben viele Händler auf die neue Forderung damit reagiert, wieder die klassische Rechnungszahlung einzuführen.

Ein großer Vorteil der Kartenzahlung bietet die neue Sicherheitstechnologie allerdings trotzdem: Falls doch einmal beim Einkauf etwas nicht richtig klappen sollte, lassen sich Transaktionen reklamieren – hier wendet man sich als Kunde dann am besten direkt an seine Bank.

Was Verbraucher jetzt tun sollen

Wer als Verbraucher gerne im Internet mit seiner Kreditkarte bezahlen möchte, tut gut daran, sich schon im Vorfeld über das neue 3D-Secure-2-Verfahren zu informieren. Hat man bislang noch keine Informationen von seiner Bank diesbezüglich erhalten, ist es anzuraten, sich selbst an seine Bank zu wenden und sich zu informieren. Wer sich bereits frühzeitig mit dem neuen Verfahren vertraut macht, kann im Anschluss sofort damit im Internet einkaufen, ohne Zeit zu verlieren.

Übrigens: Nicht alle Online-Shops erfordern im Internet eine zusätzliche Freigabe durch das neue Verfahren. Hier gibt es gemäß der PSD-II-Richtlinie gewisse Ausnahmen, die allerdings individuell von der kartenausgebenden Bank festgelegt werden. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, als Kunde in seinem Online-Banking-Account zu hinterlegen, dass man häufiger bei bestimmten Händlern im Internet einkauft und diese als vertrauenswürdig einstuft.

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