Viabuy Prepaid Mastercard
von Charlotte Ruzanski
2,2
Gut
  • Prepaid Kreditkarte mit Hochprägung
  • Ohne Schufa-Abfrage und Bonitätsprüfung
  • kein Bankkonto erforderlich
  • einmalige Ausstellungsgebühr i.H.v. 69,90 Euro
Jahresgebühr
0,00 €
Bargeldbezug
5,00 €
Abheben in Fremdwährung innerhalb Europa
5,00 € zzgl. 2,75 % Fremdwährungsgebühr

Abheben in Fremdwährung außerhalb Europa/Weltweit
5,00 € zzgl. 2,75 % Fremdwährungsgebühr
Sollzinsen p.a.
0 %
Viabuy Prepaid Mastercard
2,2
Gut
Die Kreditkarte von Viabuy will durch ein einfaches Prepaid-Konzept überzeugen: Unabhängig von der eigenen Bonität erhalten Sie eine Mastercard, die prinzipiell wie eine konventionelle Kreditkarte funktioniert. Das Guthaben müssen Sie aber im Vorfeld der Überweisung aufgeladen haben, ein Darlehen wird nicht gewährt. Kann die Viabuy Prepaid Mastercard überzeugen?

Vor- & Nachteile

Vorteile
  • Viabuy Prepaid Mastercard ohne Bonitätsprüfung
  • Apple Pay, Google Pay
  • hohe Akzeptanz
  • kostenlose Bargeldtransfers von Karte zu Karte
  • Zahlung in der Euro-Zone kostenlos
  • schneller Versand innerhalb von 24 Stunden
  • keine Schufa-Prüfung
  • kein Kontowechsel
  • Prepaid-Kreditkarte mit Hochprägung

Nachteile
  • Jahresgebühr von 19,90 €
  • Kein Kreditrahmen
  • Aufladungsgebühr per SEPA-Überweisung 0,9 %
  • Kartenausstellungsgebühr 69,90 €
  • Bargeldabhebungen 5 € (in der Euro-Zone)
  • Fremdwährungsgebühr 2,75 %
  • Inaktivitätsgebühr 9,90 €
  • Verifizierung nur per Video-Ident-Verfahren

Gebühren

Die Viabuy Prepaid Mastercard richtet sich hinsichtlich des Konzepts an Kunden, die eine Kreditkarte entweder nur sehr selten benötigen oder aber über eine geringe Bonität verfügen. Trotzdem fallen die Kosten in unserem Kreditkarten-Vergleich überraschend hoch aus.

Einige Anbieter von Kreditkarten finanzieren die eigene Dienstleistung über eine (hohe) Jahresgebühr. Könne dafür jedoch geringe Nutzungsgebühren bieten, d. h. es wird auf eine Fremdwährungsgebühr verzichtet ebenso wie auf eine pauschale Gebühr bei Bargeldabhebungen.

Bei anderen Konzepten wird auf eine Jahresgebühr für die Kreditkarte verzichtet, aber die Gebühren für den Einsatz der Kreditkarte sowie für Bargeldverfügungen fallen dafür hoch aus. Bietet die Kreditkarte einen Kreditrahmen, fallen die Zinssätze dann entsprechend hoch aus. Ein Kreditrahmen wird bei der Viabuy Kreditkarte nicht eingeräumt, da es sich um eine Prepaid-Karte handelt. Dafür kann beim Kreditkartenantrag auf eine Schufa-Prüfung verzichtet werden.

Hohe Ausgabegebühren für die Viabuy Prepaid Mastercard

Während die Jahresgebühr von knapp 20 Euro durchaus akzeptabel erscheint, ist eine einmalige Ausgabegebühr in Höhe von 69,90 Euro durchaus eine Besonderheit – leider im negativen Sinne. Die meisten Mitbewerber berechnen heute keine entsprechenden Gebühren.

Viabuy Prepaid Kreditkarte
Prepaid-Karten müssen vor der Nutzung mit Guthaben aufgeladen werden.
© ypres_bass / iStock

Abseits der Fixkosten fallen bei jeder Aufladung per Überweisung Gebühren in Höhe von 0,9 % des jeweiligen Aufladungsbetrags an. Zudem müssen Sie bei dieser Form der Guthabenbereitstellung natürlich berücksichtigen, dass die übliche Banklaufzeit für die Durchführung immer noch einen Tag beträgt. So ist das Guthaben in der Regel erst am Folgetag auf dem Online-Kartenkonto.

Ruhegebühr bei Nichtnutzung

Relativ unüblich ist eine Ruhegebühr bzw. Inaktivitätsgebühr von knapp zehn Euro pro Jahr. Diese wird immer dann berechnet, wenn die Mastercard ein komplettes Jahr nicht genutzt wurde. Auch eine solche Gebühr ist unter Mitbewerbern unüblich.

Ein weiterer Kostenfaktor, der negativ auffällt, sind die hohen Gebühren wenn Sie Geld abheben möchten: In diesem Fall werden mindestens fünf Euro Gebühren berechnet. Erfolgt die Abhebung außerhalb des europäischen Währungsraums, fällt zusätzlich eine hohe Fremdwährungsgebühr von 2,75 % auf den getätigten Umsatz an.

Aufgrund der Gebühren vor allem bei negativer Schufa interessant

Durch die hohen Gebühren ist die Viabuy Kreditkarte also vor allem dann interessant, wenn eine negative Schufa dazu führt, dass konventionelle Kreditkartenangebote nicht genutzt werden können. Als klassische Kreditkarte für Reisen oder für den Auslandseinsatz ist die Viabuy Prepaid Card aufgrund der Gebührenstruktur kaum zu empfehlen.

Keine Bonusleistungen mit der Viabuy-Karte

viabuy prepaid
Bonusleistungen erhalten Sie mit der Prepaid-Karte von Viabuy nicht.
© seb_ra / iStock

Klassische Bonusleistungen wie Cashback oder zusätzlichen Rabatte bei der Nutzung der Kreditkarte werden nicht gewährt. Fraglich ist allerdings auch, ob dies in Verbindung mit den Nutzungsgebühren überhaupt sinnvoll wäre. Eine kostenlose Verwendung der Kreditkarte ist kaum möglich, sodass die Rabatte schon übrig ausfallen müssten, damit Sie die Viabuy Prepaid Mastercard als Kreditkarte für gewöhnliche Zahlungen überhaupt nutzen würden.

Einfache Beantragung, geringe Hürden

Während die Beantragung einer konventionellen Kreditkarte üblicherweise der Schufa gemeldet wird, ist dies bei der Viabuy Mastercard nicht der Fall. Durch den Verzicht auf die Bonitätsprüfung haben Sie unterschiedliche Vorteile:

  • Sie erhalten die Mastercard auch bei einer geringen Bonität, ohne dass Gehaltsnachweise eine Rolle spielen.
  • Die Bearbeitungszeit verringert sich erheblich, weil Viabuy die Mastercard unmittelbar nach Beantragung und Identifizierung versenden kann.
  • Selbst wenn Ihre Kreditwürdigkeit einer Bonitätsprüfung standhalten würde, wird der Schufa-Score nicht beeinträchtigt

Bedeutung des Schufa-Scores

Insbesondere der letzte Punkt könnte durchaus erklärungsbedürftig sein: Eine konventionelle Visa- oder Mastercard wird der Schufa gemeldet. In dieser Meldung ist auch der gewährte Kreditrahmen enthalten. Wenn Sie darüber hinaus dann einen Ratenkredit beantragen, verschlechtert die vorhandene Mastercard die Bonität für den Kredit. Dies kann zur Folge haben, dass einen Ratenkredit entweder gar nicht gewährt wird oder sich die Konditionen hierfür verschlechtern.

Wenn Sie also keinen Kreditrahmen benötigen, ist die Viabuy Prepaid Mastercard womöglich keine schlechte Wahl.

Viabuy Mastercard
Die Verifizierung für den Antrag der Viabuy Mastercard ist nur per Video-Ident möglich.
© fizkes / iStock

Schade allerdings: Die eigene Identität muss zwingend per Video-Ident-Verfahren bestätigt werden, andere Verifizierungsmöglichkeiten (bspw. das Postident-Verfahren) sind nicht möglich. Da sich bei Viabuy um das Produkt einer Direktbank handelt und keine Filialen verfügbar sind, können Sie die Kreditkarte auch nicht persönlich beantragen.

Schneller Antrag, schnelle Zustellung der Karte

Aufgrund des Verzichts auf den Schufs-Check ist die Registrierung für die Viabuy Kreditkarte und die Eröffnung des Online-Kartenkontos schnell und einfach durchgeführt. Sie müssen nur Ihre persönlichen Daten (Adresse, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum, Staatsangehörigkeit) angeben, danach wird die Online-Verifizierung durchgeführt und  innerhalb weniger Tage erhalten Sie Ihre neue Kreditkarte.

Sicherheit der Viabuy Prepaid Kreditkarte

Die Kreditkarte bietet die modernsten Sicherheitsmerkmale und bietet so private und sichere Zahlungen, auch wenn Sie die Kontaktlos-Funktion nutzen.

Mit der Mastercard Zero Liability Policy sind Sie außerdem vor Kartenbetrug geschützt.

Das Geld, das Sie als Guthaben auf Ihr Online-Kartenkonto einzahlen, ist sicher. Die Mastercard wird von einem lizensierten und EU-regulierten E-Geld-Institut ausgegeben.

Alternativen

Insbesondere bei Online-Zahlungen haben Kreditkarten aufgrund der hohen weltweiten Akzeptanz Vorteile – Zahlungsdienstleister wie PayPal werden aufgrund der anfallenden Gebühren für den Verkäufer nicht von jedem Shop akzeptiert. Die Viabuy Kreditkarte wird hingegen mit den 30 Millionen Akzeptanzstellen beworben, die für Mastercard im Allgemeinen gelten. Hier stellt sich für Sie allerdings die Frage, ob ein ähnliches Konzept mit dem Verzicht auf einen Kredit womöglich die bessere Wahl darstellt, weil die Gebühren geringer ausfallen.

Black & Whitecard Prepaid Mastercard

Black & Whitecard Prepaid Mastercard
2,2
Gut
  • Prepaid Kreditkarte mit Hochprägung
  • Ohne Schufa-Abfrage und Bonitätsprüfung
  • kein Bankkonto erforderlich
  • einmalige Ausstellungsgebühr i.H.v. 89,90 Euro
Bargeldbezug
4,99 €
Abheben in Fremdwährung innerhalb Europa
4,99€ zzgl. 2,49 % Fremdwährungsgebühr

Abheben in Fremdwährung außerhalb Europa/Weltweit
4,99€ zzgl. 2,49 % Fremdwährungsgebühr
Sollzinsen p.a.
0 %
Jahresgebühr
0,00 €

Die Black & Whitecard Prepaid Mastercard könnte eine solche Alternative darstellen: auch hier handelt es sich um eine Mastercard nach dem Prepaid-Prinzip. Zwar liegt die Ausstellungsgebühr mit einem Betrag von 89,90 Euro noch ein wenig höher als bei der Viabuy Prepaid Mastercard, dafür werden keine Jahresgebühren erhoben.

Kontaktloses Bezahlen ist ebenso möglich, auf die Bonitätsprüfung wird selbstständig auch verzichtet. Die Nutzungsgebühren fallen insgesamt geringer aus als bei der Viabuy Prepaid Card, allerdings schlägt der Bargeldbezug auch mit knapp fünf Euro zu Buche.

Postbank Visa Card Prepaid

Postbank Visa Card Prepaid
2,2
Gut
  • Dauerhaft ohne Jahresgebühr für Inhaber eines Postbank Giro extra plus-Kontos
  • Inklusive Einkaufsversicherung
  • Keine Schufaprüfung
  • Viele Vergünstigungen bei Postbank-Partnern
  • Teure Bargeldabhebung im Inland
Bargeldbezug
2,5 %
Abheben Inland
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €

Abheben in der Eurozone
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €

Abheben in Fremdwährung innerhalb Europa
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €

Abheben in Fremdwährung außerhalb Europa/Weltweit
2,5 % am Automaten, mindestens 5,- €
3 % am Schalter, mindestens 5,- €
Sollzinsen p.a.
0 %
Jahresgebühr
29,00 €

Die Postbank Visa Card Prepaid ist ebenfalls eine interessante Kreditkarte ohne Schufa-Check. Zwar wird eine Jahresgebühr in Höhe von 29 Euro erhoben, dafür gibt es bei Partnern der Postbank interessante Vergünstigungen sowie eine Einkaufsversicherung.

Die Aufladung von Guthaben per Überweisung ist kostenlos, die Zahlung wird ebenso wenig mit Gebühren belastet. Lediglich für das Abheben von Bargeld wird eine Gebühr in Höhe von 2,5 % berechnet. Bei dem Einsatz außerhalb der Europäischen Union kommt noch eine Fremdwährungsgebühr in Höhe von 1,8 % hinzu.

Persönliches Nutzungsverhalten kennen

Bei der Betrachtung der Alternativen zeigt sich, dass Sie Ihre persönliche Nutzung einer Kreditkarte im Vorfeld möglichst genau kennen sollten. Auf dieser Basis können Sie abschätzen, welche Kosten bei der Nutzung auf Sie zukommen – und sich dann für das für Sie günstigste Angebot entscheiden.

Bei einer regelmäßigen Nutzung der Kreditkarte und einer entsprechenden Bonität ist allerdings aufgrund der geringeren Gebühren klar zu einer konventionellen Mastercard mit entsprechendem Kreditrahmen zu raten.

Fazit: Vorteil Prepaid

Der Verzicht auf einen klassischen Kredit hat bei einer Mastercard einige Vorteile: Sie können auf die Bonitätsabfrage verzichten, wodurch die Bearbeitung schneller erfolgen kann und die eigene Kreditwürdigkeit nicht leidet.

Außerdem haben Sie mit einer Prepaid-Kreditkarte die volle Kostenkontrolle und geraten nicht in Gefahr, die Übersicht über Ihre Ausgaben zu verlieren. Da lediglich bereits aufgeladenes Guthaben verwendet werden kann, ist eine überhöhte Kreditkartenrechnung schlicht unmöglich. Bei vielen Wettbewerbern wird der Kreditkartenumsatz direkt in einen Ratenkredit umgewandelt, sodass eben jener Überblick über die eigenen Finanzen schnell schwinden kann.

Nachteilig zeigt sich in Verbindung mit der Viabuy Prepaid Mastercard klar die Gebührenstruktur. Neben der Jahresgebühr fallen eine hohe Ausgabegebühr sowie hohe Kosten für die Nutzung ins Gewicht.

Zudem sollten Sie bei der Mastercard von Viabuy berücksichtigen, dass Spontankäufe kaum möglich sind – das Guthaben muss im Vorfeld per Überweisung oder über ein anderes akzeptiertes Zahlungsmittel aufgeladen werden. Durch die üblichen Banklaufzeiten müssen Sie die Überweisung also mindestens am Vortag tätigen.

So lässt sich am Ende zusammenfassen, dass Sie bei einer entsprechenden Bonität durchaus zu einer klassischen Alternative zur Mastercard von Viabuy greifen sollten.

Häufig gestellte Fragen

Weil die Einzahlung von Guthaben auf der Viabuy Prepaid Mastercard für die meisten Zahlungsmittel bereits mit Gebühren belastet ist, kann kaum eine kostenlose Nutzung erfolgen – auch wenn für die Zahlung selbst seitens Viabuy keine Gebühren erhoben werden. Sie können theoretisch kostenlos Guthaben aufladen, wenn Sie dies durch eine Bareinzahlung bei einer inländischen Bank vornehmen. Hierbei sollten Sie aber davon ausgehen, dass das jeweilige Kreditinstitut eigene Kosten geltend machen wird.

Aufladungen sind per SEPA-Überweisung möglich, per Kreditkarte, Paysafecard, Giropay oder SOFORT Überweisung. Zudem können Sie Bareinzahlungen über einen Geldautomaten oder eine klassische Bankfiliale vornehmen. Beachten Sie aber dabei: Es fallen unterschiedliche Gebühren an, die Sie der Gebührenordnung von Viabuy entnehmen können.

Ja. Auf eine Schufa Abfrage wird prinzipiell verzichtet, sodass Viabuy von der negativen Bonität keine Kenntnis nimmt.

Einige Kreditkarten werden speziell auch für Minderjährige beworben. Bei der Viabuy Prepaid Mastercard ist dies ausdrücklich nicht der Fall, laut AGBs müssen Sie mindestens das 18. Lebensjahr vollendet haben, um eine Mastercard von Viabuy zu erhalten.

Ja. Sowohl hinsichtlich der Optik als auch der Akzeptanz der Mastercard von Viabuy gibt es keine Unterschiede zu konventionellen Kreditkarten.

2,2
Gut
  • Prepaid Kreditkarte mit Hochprägung
  • Ohne Schufa-Abfrage und Bonitätsprüfung
  • kein Bankkonto erforderlich
  • einmalige Ausstellungsgebühr i.H.v. 69,90 Euro
Jahresgebühr
0,00 €
Bargeldbezug
5,00 €
Abheben in Fremdwährung innerhalb Europa
5,00 € zzgl. 2,75 % Fremdwährungsgebühr

Abheben in Fremdwährung außerhalb Europa/Weltweit
5,00 € zzgl. 2,75 % Fremdwährungsgebühr
Sollzinsen p.a.
0 %
Über die Autorin
Charlotte Ruzanski
Charlotte Ruzanski hat nach ihrem Bachelor-Studium der deutschen Sprach- und Literaturwissenschaft / Skandinavistik an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau im Sommersemester 2013 ihren Master der allgemeinen Sprachwissenschaft abgeschlossen. Seit Oktober 2013 ist sie Teil der Redaktion der qmedia GmbH.
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