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Apple-Kreditkarte – die Apple Card im Test

- Integration mit Apple Wallet: Die Apple Card ist vollständig in die Apple Wallet und das System von Apple integriert, was eine nahtlose Verwaltung der Karte über die Wallet-App ermöglicht.
- Cashback-Programm: Die Apple Card bietet ein Cashback-Programm, bei dem Nutzer bei Einkäufen mit der Karte Cashback erhalten, das täglich auf ihr Apple Cash-Konto gutgeschrieben wird.
- Gebührenfreiheit: Die Apple Card erhebt keine Jahresgebühr, keine Auslandseinsatzgebühren und keine Gebühren für verspätete Zahlungen.
- Transparenz und Finanzmanagement: Die Karten-App bietet detaillierte Informationen zu Ausgaben, Kategorisierung von Ausgaben und Tools zur Rückzahlung von Schulden.
- Datenschutz: Die Apple Card setzt auf Datenschutz und Sicherheit und verwendet keine physische Kartennummer, was die Sicherheit bei Transaktionen erhöht.
Die Apple-Kreditkarte im Überblick
Nach dem Erfolg von Apple Pay hat sich Apple Inc. weiter in das Geschäftsmodell der klassischen Banken vorgewagt: Der IT-Konzern bietet seinen Kunden neben seinen High-End-Produkten auch eine Kreditkarte an – die Apple Card. Die Karte von Apple Inc., die von Tim Cook 2019 vorgestellt wurde, ist bisher nur in den USA verfügbar. Wann und ob Apple seine Kreditkarte auch in Deutschland auf den Markt bringt, ist derzeit nicht bekannt.
Warum das Unternehmen die Apple Card bis dato weder in Deutschland noch in einem anderen europäischen Land eingeführt hat, ist unklar. Von offizieller Seite gibt es diesbezüglich keine Informationen.
Die Apple Card ist eine von Apple und ursprünglich Goldman Sachs herausgegebene Kreditkarte, die in Zusammenarbeit mit Mastercard angeboten wird. Sie ist digital in der Apple Wallet verfügbar und bietet Cashback, keine Jahresgebühr und eine benutzerfreundliche App zur Verwaltung von Ausgaben. Goldman Sachs ist eine führende globale Investmentbank mit Sitz in den USA, die neben traditionellen Bankdienstleistungen auch Vermögensverwaltung und andere Finanzdienstleistungen anbietet.
Am 7. Januar 2026 gaben Goldman Sachs und Apple jedoch bekannt, dass das gesamte Kreditkarten- und Sparkontenprogramm an JPMorgan Chase übertragen wird. Der Migrationsprozess der rund 20 Milliarden US-Dollar an offenen Salden läuft bereits und soll bis Ende 2027/Anfang 2028 abgeschlossen sein.
Da JPMorgan Chase im Mai 2026 seine Digitalbank offiziell in Deutschland gestartet hat und hier ein vollwertiges Privatkundengeschäft inklusive Lizenzen aufbaut, ist ein späterer Deutschland-Start der Apple Card erstmals in greifbare Nähe gerückt.
Mastercard genießt hohe Akzeptanz
Mastercard ist – neben Visa und American Express – einer der größten Kreditkartenherausgeber und genießt weltweit eine sehr hohe Akzeptanz, daher gibt es auch für die Apple Card weltweit zahlreiche Akzeptanzstellen, was die Karte – wie jede Kreditkarte – zu einem guten Reisebegleiter macht. Nutzer der Kreditkarte von Apple können natürlich auch von sämtlichen anderen Vorteilen profitieren, die Mastercard seinen Kunden bietet:
- Haftungsschutz in Betrugsfällen
- Diebstahlsicherung durch Mastercard-ID
- Mastercard Travel- & Lifestyle-Services
- Mastercard Priceless Cities
- Mastercard Priceless Gold Programm
Kreditkarte über das Wallet von Apple beantragen
Kunden von Apple können über die Wallet-App und nicht etwa im App-Store die Apple Card beantragen. Bei einer entsprechenden Bonität ist eine digitale Version der Apple Card innerhalb weniger Minuten nutzbar und kann in Kombination mit dem Bezahldienst Apple Pay verwendet werden (mehr zur Watch und Apple Pay).
Edles Design: Kreditkarte aus Titan
Neben der virtuellen Apple Card schickt der Konzern den Nutzern auch eine physische Karte zu. Die physische Karte kann in Geschäften eingesetzt werden, in denen kontaktloses Bezahlen bisher nicht unterstützt wird und damit auch Apple Pay bislang nicht möglich ist.
Das Interface der Apple Card orientiert sich am schlichten und übersichtlichen Design des IT-Konzerns und reiht sich nahtlos in das Design aller Apple-Produkte ein. Dieser „clean Style“ lässt die Karte bereits auf den ersten Blick sehr hochwertig erscheinen. Da Apple die Kreditkarte aus Titan herstellt, wirkt sie auch haptisch deutlich edler als Kreditkarten aus Kunststoff.
Sicherheit der Apple Mastercard
Aus Sicherheitsgründen verzichtet Apple bei seiner Kreditkarte auf eine aufgedruckte Kartennummer, CVV-Codes und die etablierte Signatur. Lediglich der Name des Kreditkarteninhabers ist auf der Karte verzeichnet.
Der Verzicht auf den Aufdruck der Kreditkartennummer ist möglich, weil die Karte mit einem mobilen Endgerät von Apple verbunden sein muss; der Erhalt der Apple Card ist damit ausschließlich Apple-Kunden vorbehalten. Durch die Verbindung von Endgerät und Apple Card sind die für die Karte erforderlichen Daten auf dem Gerät gespeichert oder im Apple Wallet hinterlegt. Eine Autorisierung der Apple Card erfolgt über Touch ID oder Face ID.
Datenschutz bei der Apple Card
Durch einzigartige Transaktionscodes, die bei der Apple Card eingesetzt werden, landen keine Informationen bei Dritten. Und auch Daten zum Kauf, wie Ort, Betrag oder Händler, werden von Goldman Sachs nicht an Apple weitergegeben und können auf diese Weise auch nicht für Marketing oder Werbung genutzt werden.
Cashback-Programm als Anreiz für die Kunden
Neben einem edlen Design hat die Kreditkarte von Apple aber noch einiges mehr zu bieten. Apple bietet bei seiner Kreditkarte ein Cashback-System an, das Anreize setzen soll, die Kreditkarte zu nutzen. Grundsätzlich erhalten Nutzer der Apple Card beim Einsatz der Apple Card Cashback. Wenn Sie mit Ihrem iPhone, Ihrer Apple-Watch oder einem anderen Apple Pay fähigen Gerät das kontaktlose Bezahlsystem nutzen, erhalten Sie sogar ein Bonus-Cashback. Das kann sich für Kunden schnell lohnen.
Bei Einkäufen im Apple Store oder bei einem der ausgewählten Partner – wie Nike, Uber oder Hertz – wird ein noch höheres Cashback gegeben. Zum Erhalt des Cashbacks ist es auch hier wieder erforderlich, dass die Kreditkarte mit Apple Pay bezahlt wird.
Besonderes Gebührenmodell bei der Apple Card
Eine weitere Besonderheit bei Apples Kreditkarte ist das Kostenmodell: Apple verzichtet bei seiner Kreditkarte auf eine Jahresgebühr, auch bei der Beantragung der Apple Card entstehen keine Kosten.
Ebenso fallen keine Kosten für Apple Pay Transaktionen an, das gilt sowohl für Zahlungen innerhalb der USA als auch beim Einsatz der Apple Card im Ausland.
Kostspielig sind dahingegen die Zinsen, die anfallen, wenn ein offener Kreditbetrag nicht rechtzeitig beglichen wird. Diese Sollzinsen liegen zwischen 17,49 % und 27,74 % und befinden sich damit im Normbereich für Verzugszinsen, wie sie in den USA erhoben werden.
Wallet-App: Übersicht über alle Kosten
In der Wallet-App erhalten Kunden eine übersichtliche Darstellung der getätigten Käufe. Die Darstellung der Ausgaben erfolgt in farblichen Kategorien, was es erleichtert, die Kontrolle über die Ausgaben zu behalten und offene Forderungen schnell auszugleichen.
Sie erhalten Push-Benachrichtigungen sowie auf Wunsch Benachrichtigungen an Ihre E-Mail-Adresse über alle Transaktionen, ganz gleich, ob im Apple Store oder in einem anderen Shop
Wichtig ist auch hier wieder der Schutz der Privatsphäre der Kunden: Alle mit der Apple Card getätigten Käufe werden nur lokal auf dem iPhone erfasst – das Unternehmen erhält keine Informationen zum Kaufverhalten der Nutzer.
Internationaler Start der Apple-Karte noch offen
Derzeit prüft der Konzern die Möglichkeiten eines internationalen Einsatzes. Ein Start der Apple Card in Deutschland steht bisher nicht fest – Interessenten müssen sich voraussichtlich jedoch noch etwas in Geduld üben.
Das EU-Interchange-Problem: Warum die 3 % Cashback in Deutschland blockiert sind
Das attraktivste Feature der US-amerikanischen Apple Card ist zweifellos das „Daily Cash“ – ein tägliches Cashback von bis zu 3 % auf Einkäufe. Viele deutsche Apple-Fans erhoffen sich beim Europa-Start exakt dieselben Konditionen. Aus rechtlicher und kaufmännischer Sicht ist das jedoch ein nahezu unmögliches Unterfangen. Der Grund dafür ist die sogenannte Interchange-Falle der Europäischen Union.
- So funktioniert das US-Geschäftsmodell: In den USA sind die Gebühren, die ein Händler (z. B. der Supermarkt) an die Bank zahlen muss, wenn Sie mit einer Kreditkarte bezahlen, kaum reguliert. Oft liegen diese Händlergebühren (die sogenannte Interchange Fee) bei 2 % bis über 3 %. Die herausgebende Bank nimmt also pro Kartenzahlung massiv Geld ein und kann einen Teil davon großzügig als 3 % Cashback an Sie weitergeben.
- Die harte EU-Deckelung: Um die heimischen Händler vor Wuchergebühren zu schützen, hat die Europäische Union die Interchange-Gebühren für private Kreditkarten bereits im Jahr 2015 gedeckelt. In Europa darf eine Bank vom Händler maximal 0,3 % des Umsatzes als Gebühr verlangen.
- Die mathematische Realität für Apple: Die Rechnung ist simpel: Wenn eine Bank (wie der neue Apple-Partner JPMorgan Chase) in Europa bei einem Einkauf von 100 € maximal 0,30 € Gebühren einnimmt, kann sie dem Kunden unmöglich 3,00 € (3 %) als Cashback schenken, ohne bei jeder einzelnen Transaktion herbe Verluste zu machen.
Unsere redaktionelle Einschätzung: Sollte die Apple Card tatsächlich in Deutschland auf den Markt kommen, wird das Cashback-Programm gezwungenermaßen drastisch geringer ausfallen müssen. Realistisch ist ein Wert im branchenüblichen EU-Bereich von 0,1 % bis 0,5 %, ähnlich wie es aktuell bei der Payback Amex oder der Trade Republic Visa der Fall ist.
Alternativen zur Apple Card
FAQ – Häufige Fragen
Seit die Apple Card 2019 angekündigt und auf den Markt gebracht wurde, ist es international ruhig um sie geworden – denn bisher ist die Mastercard nur in den USA verfügbar. Diese enorme Verzögerung ist bei Finanzprodukten normal, da in jedem Land Banken und Vorschriften unterschiedlich sind. Da kann die Einführung eines Produkts schon mal ein paar Jahre dauern. So war es auch bei Apples Bezahlsystem Apple Pay: Zwischen dem Start in den USA und der Einführung in Deutschland lagen ganze vier Jahre. Von Apples Seite hieß es jedoch, es bestehe durchaus Interesse, die Karte auch international auf den Markt zu bringen.
Die Apple Card ist eine sehr attraktive Kreditkarte, besonders, weil sie keinerlei Gebühren verursacht. Kunden zahlen weder Jahres- noch Abschlussgebühren, die Nutzung im Ausland ist kostenlos und auch ein verfehltes Zahlungsziel resultiert nicht automatisch in einer Mahnung. Bei Ratenzahlungen werden allerdings Zinsen zwischen 17,49 % und 27,74 % fällig. Außerdem bietet die Karte ein Cashback-System, bei dem Sie einen Prozentsatz Ihrer Ausgaben zurückbekommen. Die Apple Card funktioniert als Erweiterung des Apple Wallets, und alle Ausgaben, die mit ihr getätigt werden, werden automatisch kategorisiert. So sehen Kunden immer genau, wie viel sie pro Monat für Essen, Transport oder Shopping ausgeben.
Überdies offeriert Apple in Zusammenarbeit mit Goldman Sachs seinen Kunden in den USA auch Kredite. Sie können sich ein Angebot unterbreiten lassen, ohne dass sich hierdurch Auswirkungen auf die Kreditwürdigkeit (Credit Score) ergeben.
Ein weiteres wichtiges Zusatzfeature ist das in die Apple Card integrierte Sparkonto (Savings Account). Dieses wurde von Goldman Sachs verwaltet, wird aber ebenfalls zu Chase migriert. Aufgrund der Marktlage wurde der Zinssatz für das Sparkonto am 4. Juni 2026 von zuvor 3,50 % auf 3,40 % APY gesenkt.
Eine eigene Kreditkarte von Apple kann innerhalb von wenigen Minuten per Apple Wallet beantragt werden und steht dann innerhalb von kürzester Zeit für Einkäufe über das Smartphone bereit. Sie erhalten Push-Benachrichtigungen sowie auf Wunsch Benachrichtigungen an Ihre E-Mail-Adresse über alle Transaktionen, ganz gleich, ob im Apple Store oder einem anderen Shop.
Die physische Karte aus hochwertigem Titan erreicht Sie ein paar Tage später per Post. Auf der Titankarte finden Sie überraschenderweise weder eine Kreditkartennummer noch ein Ablaufdatum, Sicherheitsnummer etc. In typischer Apple-Manier wird hier besonders auf schlichtes, hochwertiges Design gesetzt. Diese Schlichtheit ist durch die Verbindung der Karte mit dem Wallet möglich, da alle relevanten Zahlungsinformationen dort hinterlegt sind.
Die Apple Karte punktet in den USA momentan damit, vollkommen gebührenfrei zu sein. Kunden zahlen keine Jahresgebühr, das Abheben von Bargeld oder Zahlungen im In- und Ausland sind vollkommen kostenlos, nicht mal Mahngebühren werden erhoben. Da die Apple Card auch an Kunden mit schlechter Bonität ausgestellt wird, gibt es allerdings deutliche Unterschiede bei den Zinsen. Wenn Sie Ihren Kreditrahmen später zurückzahlen möchten und somit die Teilzahlungsfunktion nutzen, können happige Zinssätze anfallen: In den USA sind bis zu 27,74 % üblich. Dies betrifft Sie allerdings nur, wenn Sie keine positive Bonität vorweisen können. Bei idealer Bonität liegt der Zinssatz niedriger.



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